AK Pendlertag: Weg zur Arbeit muss so leicht wie möglich sein

Tumpel zum ÖBB-Winterfahrplan: Mehr Fahrgastrechte und mehr Mitsprache

Wien (OTS) - Mehr Fahrgastrechte und mehr Mitsprache bei der Fahrplangestaltung fordert AK Präsident Herbert Tumpel anlässlich des AK-Pendlertags. Heute Donnerstag, kurz vor dem Fahrplan-Wechsel der ÖBB, verteilte die AK rund 120.000 Pendler-Fahrpläne auf allen Bahnhöfen und wichtigen U-Bahn-Knotenpunkten in Wien. "Der Weg zur Arbeit muss einfacher und billiger werden, nicht länger und teurer", sagt Tumpel. Der neue Fahrplan ist einerseits ein erster Schritt zu einem integrierten Taktfahrplan, der vielen PendlerInnen besser abgestimmte Zugverbindungen bringt. Andererseits aber hat der Winterfahrplan Proteste von betroffenen PendlerInnen und zahlreichen Bürgermeistern von Pendlergemeinden ausgelöst. Denn eine ganze Reihe von Zügen wurde gestrichen. Andere fahren insbesondere in den Abend-stunden zu anderen Zeiten. Das bedeutet für viele PendlerInnen längere Heimwege. Die ÖBB haben jetzt erste Nachbesserungen angekündigt, nach vor kommt aber von PendlerInnen Kritik. "Die Beschwerden müssen ernst genommen und möglichst rasch berücksichtigt werden", fordert Tumpel.

Die AK hat ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der PendlerInnen. Noch bis Ende Jänner läuft eine Online-Befragung unter http://wien.arbeiterkammer.at zu "Barrieren auf dem Weg zur Arbeit". Nach ersten Zwischenergebnissen klagen die PendlerInnen im Bahnverkehr vor allem über Zugverspätungen, viele befürchten, mit dem neuen Winterfahrplan einen länger dauernden Arbeitsweg oder eine geringere Zugauswahl zu haben. Eine endgültige Auswertung der Online-Befragung wird im Frühjahr vorliegen.

Zusätzlich zu den Fahrplänen verteilt die AK Postkarten, auf denen die PendlerInnen ihre Wünsche zum ÖBB-Fahrplan, zu Fahrgastrechten und zu Sicherheitsproblemen auf den Bahnhöfen äußern können. Die Karten wird die AK dann an die ÖBB weiterleiten.

Künftig sollten schon im Vorfeld des Fahrplan-Wechsels Gemeinden und große Betriebe in "Fahrplankonferenzen" in die Fahrplan-Erstellung eingebunden werden. So könnten die Interessen der BerufspendlerInnen rechtzeitig erkannt und im Fahrplan verwirklicht werden.

Außerdem brauchen auch Reisende im Nah- und Regionalverkehr mehr Fahrgastrechte. In Österreich werden bis jetzt nur die Reisenden im Fernverkehr bei Verspätungen und Zugausfall entschädigt. "Diese Rechte müssen auch für die Reisenden im Nahverkehr gelten", so Tumpel. "Gerade die Pendlerinnen und Pendler sind auf dem Weg zur Arbeit auf gute Bahnverbindungen angewiesen. Sie dürfen als Fahrgäste nicht weniger wert sein, wie die Fernreisenden."

Die Forderungen der AK:

+ Gerechtfertigte Beschwerden von PendlerInnen oder Gemeinden müssen zu schnellen Korrekturen im Fahrplan führen.

+ Künftig sollen Gemeinden und große Betriebe in Fahrplankonferenzen im Vorfeld in die Fahrplan-Gestaltung einbezogen werden.

+ Auch im Nahverkehr müssen Fahrgastrechte wie im Fernverkehr gelten.

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Peter Mitterhuber
AK Wien Kommunikation
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peter.mitterhuber@akwien.at
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