ÖAMTC: Das wird neu für Schweizreisende

Keine Ausweiskontrollen und teilweise Verbesserung der Stausituation

Wien (OTS) - Morgen, dem 12. Dezember 2008 wird die Schweiz als
25. europäischer Staat dem sogenannten Schengenabkommen beitreten. "Ab diesem Datum werden an den Grenzübergängen zur Schweiz keine Ausweiskontrollen mehr durchgeführt, weil sich Personen innerhalb des Schengengebiets frei bewegen können", berichtet ÖAMTC-Touristikerin Erika Kabourek. Trotzdem müssen Reisende stets gültige Papiere (Pass oder Personalausweis) mit sich führen. "Der Führerschein alleine ist nicht ausreichend", warnt Kabourek. Flugreisende müssen jedoch noch bis Ende März warten. Dann können auch diese ohne verpflichtenden Extrastopp für die Ausweiskontrolle reisen.

Auch das Einhalten der Zollbestimmungen ist nach wie vor unbedingt nötig. "Da die Schweiz nicht Teil der Zollunion ist, müssen Reisende auch weiterhin mit Warenkontrollen rechnen", hält die ÖAMTC-Touristikerin fest. Auch nach dem Beitritt zum Schengenerabkommen bleiben die Zollämter in Betrieb und die Behörden behalten sich vor, auch in Zukunft stichprobenartig Kontrollen durchzuführen.

Bleibt innerhalb des europäischen Raumes noch Liechtenstein, das erst frühestens Ende 2009 dem Schengenabkommen beitreten wird. "Für die Grenzen nach Liechtenstein ist jedoch eine Sonderlösung vorgesehen", berichtet Kabourek. "Zwar soll es wie bisher keine Kontrollen an den Grenzübergängen geben, es ist jedoch geplant, eine lückenlose Videoüberwachung einzurichten." Hinzu kommen verstärkt mobile Patrouillen zum Einsatz. Sobald Liechtenstein dann ebenfalls dem Schengenraum beigetreten sein wird, sollen diese zusätzlichen Maßnahmen wieder fallen.

Nur teilweise Verbesserung der Stausituation vor den Grenzen erwartet

Mit einer deutlichen Verbesserung der Stausituation vor den großen Grenzübergängen zur Schweiz - wie etwa bei Hohenems (L190/L46), Lustenau (L204) oder Höchst (L202) - wird nach Ansicht der Experten der ÖAMTC-Informationszentrale nur am Wochenende und an Feiertagen zu rechnen sein. Der Grund: Hauptverursacher für die langen Wartezeiten ist der auf diesen Strecken wochentags sehr starke Schwerverkehr. "Der Güterverkehr wird trotz Schengen an den Grenzen kontrolliert. Zu den Verkehrsspitzen wird der Lkw-Rückstau auch weiterhin den Pkw-Verkehr behindern", meint Gerhard Gratwohl vom ÖAMTC-Dornbirn. Hinzu kommt, dass die Exekutive entlang dieser Hauptrouten vor und nach der Grenze verstärkt Stichprobenkontrollen durchführen wird. Lediglich an den kleineren Übergängen, die nicht von Lkw frequentiert werden, wird es spürbar geringere Wartezeiten geben.

Rückfragen & Kontakt:

ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Ralph Schüller
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
pressestelle@oeamtc.at
http://www.oeamtc.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OCP0001