IT-Beschäftigte warten weiterhin auf IST-Erhöhung

IT-Unternehmen bislang von Beschäftigtenprotesten unbeeindruckt - gewerkschaftlicher Druck wird fortgesetzt

Wien (GPA-djp) - Die rund 35.000 IT-Beschäftigten in Österreich warten weiterhin auf eine vernünftige IST-Erhöhung. "Alle bisherigen betriebsrätlichen und gewerkschaftlichen Unterstützungsaktionen von Unterschriftenaktionen bis hin zu einer großen Beschäftigtenversammlung Ende Oktober in Wien zur erstmaligen Durchsetzung einer kollektivvertraglichen IST-Erhöhung haben die IT-Verhandler in der WKO offenbar wenig beeindruckt. Wenn es in der nunmehr bereits vierten Verhandlungsrunde zu keiner Einigung kommt, werden BetriebsrätInnen und die GPA-djp weitere Aktionen setzen", resümiert der stellvertretende Bundesgeschäftsführer in der GPA-djp, Karl Proyer.

"Unsere Geduld mit permanenten Arbeitszeitüberschreitungen in einzelnen IT-Unternehmungen neigt sich zu Ende, wir werden ab sofort genauere Kontrollen durch die Arbeitsinspektorate einfordern und die so genannten All In-Gehaltsvereinbarungen mit zum Teil nicht bezahlten Überstunden kommen auf den lohnsteuer- und sozialversicherungsrechtlichen Prüfstand", so Proyer weiter.

Besonders ärgert die GPA-djp, dass der gewerbliche IT-Kollektivvertrag von Unternehmungen mit industrieähnlichen Unternehmens- und Beschäftigtenstrukturen, hohen Umsätzen und durchorganisierten Arbeitsabläufen als "Fluchtkollektivvertrag" missbraucht wird. Alle Versuche der GPA-djp, den Präsidenten der Wirtschaftskammer Christoph Leitl in eine Lösung der Unternehmenszuordnung innerhalb der WKO einzubinden, sind bislang gescheitert. "Wenn sich beispielsweise Unternehmungen wie die BEKO Engineering & Informatik AG, die Microsoft Österreich GmbH oder die S & T Integration & Technology Distribution AG als Gewerbe- und Handwerksbetrieb verstehen, ist das eine Sache, wenn dies aber für die Beschäftigten erhebliche Kollektivvertragsnachteile bringt, ist es für die IT-BetriebsrätInnen und GPA-djp nicht mehr länger haltbar", so Proyer.

Indes hofft man in der GPA-djp immer noch auf einsichtige IT-Verhandler und einen vorweihnachtlichen Kollektivvertragsabschluss.

ÖGB, 11. Oktober 2008 Nr. 760

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