Schultes: Niederlassungsverordnung bedeutet Schritt in die richtige Richtung

Erhöhung der Saisonier-Beschäftigungsanzahl für 2009 soll Arbeitsspitzen in der Land- und Forstwirtschaft besser abdecken

Wien (ÖVP-PK) - Aus Sicht der Land und Forstwirtschaft ist die gestern vom Hauptausschuss genehmigte Anpassung der Rahmenhöchstzahlen zur Beschäftigung von Saisonarbeitskräften der gebotene Schritt in die richtige Richtung, ist Bauernbund-Abgeordneter Hermann Schultes überzeugt. Im Jahresschnitt werden in der Land- und Forstwirtschaft laut AMS-Statistik nur rund 5.000 Saisoniers und 1.500 Erntehelfer beschäftigt. "Das heißt, es geht bei den Anhebungen um jeweils 500 nur noch um die Abdeckung von echten Arbeitsspitzen, wie sie alle Jahre wieder im Frühsommer und vor allem im September auftreten. Da sich der Mehrbedarf auf wenige Wochen beschränkt, werden die Auswirkungen auf den Bestand der im Jahresdurchschnitt beschäftigten ausländischen Saisonarbeitskräfte gering ausfallen", erläutert Schultes. ****

Fehlen die Helfer, ist die Ernteeinbringung gefährdet

"Wie in den vergangenen Jahren, zeigte sich auch heuer wieder, dass zu geringe Rahmenhöchstzahlen zu den temporären Arbeitsspitzen insbesondere im Frühherbst die Einbringung der Ernte gefährden. Angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Situation wäre es unverantwortlich, die Betriebe durch künstlich herbeigeführten Arbeitskräftemangel zu Kürzungen des Produktionsumfanges oder überhaupt zu Betriebseinstellungen zu zwingen. Bekanntlich trägt der Einsatz von ausländischen Saisonarbeitskräften in der Landwirtschaft massiv dazu bei, qualifizierte Arbeitsplätze in der Verarbeitungs-und Veredelungsindustrie zu erhalten. Rohstoffgarantie und termingerechte Lieferung sind das ‚Um und Auf’ in der Vertragsproduktion, die beispielsweise im Obst- und Gemüsebau große Bedeutung hat. Stehen nicht ausreichend Arbeitskräfte zur Verfügung, ist der Einstieg für die Landwirte in die Vertragsproduktion hochriskant. Fehlen dann aber der Verarbeitungsindustrie die Rohstoffe, gehen die Arbeitsplätze im vor- und nachgelagerten Bereich verloren", erläutert der ÖVP-Abgeordnete.

"Saisoniers-Kontingentverordnung" auch im Jahr 2009 von größter Bedeutung

Schultes erinnert anlässlich des gestrigen Einvernehmens über die Niederlassungsverordnung daran, dass auch im kommenden Jahr die Notwendigkeit bestehen werde, durch zwei Verordnungen Kontingente für Saisoniers festzulegen und auf die Bundesländer aufzuteilen. Die erste Verordnung sollte laut Schultes möglichst nahe zum Jahreswechsel in Kraft gesetzt werden, damit die Betriebe die notwendigen Arbeitskräfte auch beschäftigen können. Betroffen seien in erster Linie Betriebe, die ihre Produkte selbst abpacken. Der Lebensmittelhandel bestehe selbstverständlich auch nach den Feiertagen auf prompte Lieferung. Wichtig sei die frühe Zuteilung auch für die Weinbaubetriebe, bei denen der Rebschnitt oft schon im Dezember beginne, schloss Schultes.
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