VP-Stenzel: Abschleppaktion ist reine Abzocke

Ersuchen Nr. 3: "Herr Stadtrat Schicker, Moratorium ist dringend erforderlich!"

Wien (Innere Stadt) - "Herr Stadtrat, ein Moratorium der
Abschlepp- und Abzock-Aktionen für Autofahrer im 1. Bezirk ist dringend erforderlich!" Diesen Appell richtet heute Bezirksvorsteherin Ursula Stenzel an Verkehrsstadtrat Schicker.

Die Weihnachtseinkäufe in der Inneren Stadt werden hinsichtlich der Parkplatz-Situation durch völlig ungerechtfertigte Abzock-Aktionen, die nicht auf Betreiben des Bezirkes, sondern anderer Institutionen -bis hin zum Verantwortungsbereich von Stadtrat Schicker -zurückzuführen sind, zu einem reinen Nervenkrieg. Daher wendet sich Stenzel heute, nach entsprechenden Vorgesprächen, nun neuerlich offiziell an den zuständigen SP-Stadtrat Schicker. "Diese willkürlichen Abschleppaktionen rund um den Bereich Bäckerstraße, Sonnenfelsgasse usw., sowie in den anderen Gassen der Inneren Stadt müssen ein Ende haben!". Man könne jetzt auch nicht plötzlich mit Sicherheitsargumenten kommen, wenn man jahrzehntelang Parken genau dort gestattet habe.

Der Stopp der Abschlepp- und Abzockaktionen, die der Stadt Wien Millionen Euro bringen, den Bewohnern und Geschäftstreibenden- und auch dem 1. Bezirk - jedoch nichts als unnötigen Ärger, werde jetzt auch vom ÖAMTC verlangt. "Ich schließe mich vollinhaltlich diesem Ansinnen des ÖAMTC an und appelliere an den Verkehrsstadtrat, eine konsensuale Lösung zu suchen und nicht weiter die Hardliner-Abzock-Linie weiter zu verfolgen", betonte Stenzel.

Jahrzehnte lang sei das Parken in den besagten Gassen und Straßen -wie auch in anderen schmäleren Gassen - offiziell geduldet worden. Zu verlangen, dass die Autofahrer mit einem Maßband durch die Stadt gehen, um zu kontrollieren, wo die so genannte Restfahrbahnbreite ausreichend sei, um zu parken, sei eine reine Schikane und unzumutbar, erklärte Bezirksvorsteherin Stenzel. "Entweder man will die Autofahrer bewusst zermürben oder es ist eine reine Geldbeschaffungsaktion der Stadt. Beides Motive, die der Bezirk strikt ablehnt und daher einen Stopp dieser Abschlepp-Orgie verlangt."

Anrainer-Parkplätze und Bewohner-Garagen können Erleichterung schaffen

Solange es keine Entscheidung über die Errichtung u.a. einer Tiefgarage unter dem Dr. Karl-Lueger-Platz gibt, sollte man laut Stenzel daher dringend von dieser Abschlepp- und Strafaktion Abstand nehmen. "Sie kostet die Betroffenen hunderte Euro, schadet der Wirtschaft und lenkt davon ab, dass die Verkehrsplanung der Stadt Wien in den letzten Jahren große Defizite - an Bewohnergaragen, gekennzeichneten Parkzonen und Anrainer-Parkplätzen - aufgebaut hat." Man könne erst über Wohnstraßen, die die Bürger z.B. in der Bäckerstraße und Sonnenfelsgasse wünschen, sprechen, wenn die Frage der Parkplätze für Bewohnerinnen und Bewohner im Rahmen von gesonderten Anrainerparkplätzen und für Gäste durch leistbare Garagenplätze gelöst ist.

"Der Bezirk ist sofort bereit, die Bewohnerinnen- und Bewohnerwünsche umzusetzen, wenn von der Stadt Wien hier die entsprechenden Mittel vorgesehen werden. Bis zur Realisierung sind aber sowohl ein Abschlepp-Moratorium, als auch entsprechende Sofort-Markierungen und Beschilderungen notwendig, damit die Autofahrer nicht weiter in die Irre geführt werden. Diesbezüglich besteht dringender Handlungsbedarf von Stadtrat Schicker", schloss Bezirksvorsteherin Stenzel.

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