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IAA-Jahresbilanz 2008: Ein Auf und Ab / IAA-Vorschau 2009: Nach dem Crash ist vor dem Boom

"Focus Media Research"-Studie belegt turbulente Zeiten für die Werbewirtschaft

Wien (OTS) - Mit gemischten Gefühlen zog Max Palla, Präsident des Austrian Chapters der International Advertising Association (IAA), im Rahmen einer Pressekonferenz am Mittwoch, dem 10. Dezember 2008, in der UPC Lounge im Millennium Tower Bilanz des vergangenen Werbejahres.

"Wir waren noch bis in den Sommer hinein überzeugt, dass 2008 ein sehr gutes Jahr wird. Plötzlich aber sind wir damit konfrontiert, dass die Finanzkrise die reale Wirtschaft sehr rasch erreicht hat und die Zeichen einer Verlangsamung unübersehbar sind", erläutert Palla die konjunkturelle Vollbremsung im letzten Quartal.

Im ablaufenden Jahr kam es laut Palla zu zwei wesentlichen Verwerfungen der Werbelandschaft: zum einen die überfallsartig einsetzende Rezession, zum anderen den stetigen Medienwandel der Konsumentinnen und Konsumenten. Ob gekauft oder gratis, Zeitungen werden gelesen. Ob offline oder online, Medien werden genutzt. Und das oft im Multitasking-Verfahren: Auf der Couch liegend am Laptop im Internet surfen, das Handy am Ohr und im Raum noch ein laufender Fernseher oder Radio - wer kennt nicht dieses Bild der jüngeren Medienkonsumenten? Die sich immer mehr zerklüftende Medienlandschaft erfordert neues Wissen und eine neue kommunikative Intelligenz: Für die Werbebranche eine neuerliche Herausforderung, die sie bewältigen wird.

Auch aus Sicht der von "Focus Media Research"-Geschäftsführer Mag. Josef Leitner präsentierten "Werbebilanz 2008, Werbetrends 2009" hat sich die Werbewirtschaft 2008 relativ stabil gehalten. Für das ganze Jahr wird ein nominelles Plus von 4,4 Prozent erwartet (nach 7,6 Prozent im Vorjahr), wobei das 2. Halbjahr mit einem nur mehr sehr kleinen Plus von 2,5 Prozent deutlich schwächelte.
Die Erwartungen von Auftraggebern und Agenturen für 2009 sind, laut Focus-Umfrage, mit einem Minus von 1,2 Prozent beziehungsweise 4,7 Prozent sehr zurückhaltend.

Vier Themen kennzeichneten die interessenpolitische Arbeit des Austrian Chapters der International Advertising Association (IAA) im zu Ende gehenden Jahr:
-- Der Know-how-Transfer und das Networking
-- Die Förderung von ausgezeichneter Werbung, die ihr Geld wert ist -- Der verbesserte Kontakt mit dem CEE-Raum
-- Der windmühlenartige Kampf, die Werbesteuer endlich abzuschaffen

"Best practice"

Die IAA sieht es als ihre Hauptaufgabe, den Kontakt der Mitglieder untereinander zu fördern und den Gedankenaustausch zu stimulieren, was 2008 sehr gut gelungen ist:

In den klassischen Business Communications Lunches referierten in diesem Jahr Böhler-Uddeholm-General Claus J. Raidl, der BMW-Kommunikationschef Uwe Ellinghaus oder Orange-CEO Michael Krammer. Darüber hinaus reiste im November eine 20-köpfige Delegation rund um Präsident Palla und Vizepräsident Mariusz Demner zum "Perspektivenwechsel" nach New York und konnte hautnah in Erfahrung bringen, wie namhafte Proponenten der US-amerikanischen Werbewelt das nächste Jahr strategisch planen.

In Zeiten wie diesen: mehr Effizienz

Bereits zum 24. Mal überreichte die IAA 2008 den "EFFIE", jenen Werbepreis, der als die härteste Währung der Branche gilt.

850 Besucherinnen und Besucher nahmen an der glanzvollen Gala im Oktober teil. "Ohne die vielen Sponsoren, denen Dank und Anerkennung gebührt - allen voran der ORF - wäre dieser Erfolg nicht möglich gewesen", betonte Palla. Für das 25-jährige Jubiläum 2009 sind einige Überraschungen geplant!

"Go east"

Auch der zentral- und osteuropäische Raum erlebt eine Verlangsamung des Wachstums, obwohl noch immer Wachstumszahlen verzeichnet werden. Die IAA hat der stetig wachsenden Marketingcommunity für CEE mit den Veranstaltungen "Efficient Communication" und "Research versus Reality" sowie mit der erstmals vergebenen Auszeichnung "CEEMAX" eine neue Begegnungsplattform geboten, die sehr gut angenommen wurde.

Konjunkturpaket "Weg mit der Werbesteuer"

Die Politik hat 2008 durchaus Kreativität bewiesen und so zum Beispiel im Oktober die Parteienförderung um rund 15 Prozent erhöht. Die Werbebranche hofft nach wie vor, dass diese Kreativität auch vor den die Konjunktur direkt stimulierenden Projekten nicht haltmacht und endlich die Bremse Werbesteuer abgeschafft wird: Werbung schafft Absatz schafft Arbeitsplätze schafft Konjunktur - sie könnte um fünf Prozent mehr schaffen.

Marketer des Jahres: Gerhard Fritsch, Spar

Das Advisory Board der IAA hat Spar-Marketingchef Dr. Gerhard Fritsch als "Marketer des Jahres 2007" geehrt. Fritsch zeichne sich durch ein enormes Gespür für die Bedürfnisse der Konsumentinnen und Konsumenten aus, aber auch sein Mut zu Neuem wurde gelobt.

Spar setzte in der Handelswerbung als erstes Unternehmen unter anderem auf internationale Superstars wie Heidi Klum oder Marcia Cross, bekannt aus der Erfolgsserie "Desperate Housewives", hat aber gleichzeitig die damals noch relativ unbekannte Mirjam Weichselbraun als Werbetestimonial engagiert.

Vorschau 2009

Am Dienstag, dem 27. Jänner 2009, lädt die IAA zur jährlichen Hauptversammlung ein. Wie schon im Vorjahr wird der anschließende Neujahrscocktail erneut mit einer Keynote-Speech eingeleitet, für die der Marketer des Jahres, Gerhard Fritsch, gewonnen werden konnte.

Im Februar 2009 wird die Serie der bewährten Business Communications Lunches mit dem multimedial erfolgreichen Verleger Eugen Russ fortgesetzt.

Rückfragen & Kontakt:

IAA-Presse
Manuel Steidte
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