Bildungsvergleich TIMSS: Ergebnis zeigt Reformbedarf bei Pflichtschulen auf

Frais: "Dynamik unter Bildungsministerin Schmied für Verbesserungen nutzen"

Linz (OTS) - "Eine offene und ernsthafte Auseinandersetzung mit
den Ergebnissen der Bildungsstudie TIMSS und deren Ursachen ist notwendig", so SP-Klubobmann Dr. Karl Frais. Während die vergangenen Jahre großteils von Bildungsabbau und Sparkurs bei den Schulen geprägt waren, so bestünde nunmehr die Chance zur konstruktiven Weiterentwicklung des Bildungssektors unter Bildungsministerin Schmied. "In der Volksschule muss die Vermittlung von Grundfertigkeiten im Zentrum stehen. Notendruck, wie er derzeit zum Erreichen der Gymnasialreife nach der 4. Klasse Volksschule besteht, ist dabei kontraproduktiv. Von einer gemeinsamen Schule der 10-14jährigen würde daher auch die Volksschulbildung profitieren, weil dadurch Platz geschaffen würde für mehr Leistungs- statt Notenorientierung", betont Frais.

Alle Schultypen müssen in Zukunft so organisiert werden, dass das Lernen in der Schule stattfindet. "Es soll nicht länger die Notwendigkeit für außerschulischen Förderunterricht geben. Die Schule selbst ist der Ort des Lernens und dort soll das Lernen auch stattfinden. Besonders wichtig ist dieses umfassendere schulische Angebot auch, um soziale Differenzierungen auszugleichen. Denn nicht jedes Elternpaar hat genug finanzielle Mittel, um privaten Förderunterricht bezahlen zu können", argumentiert der SP-Klubchef.

Von Schuldzuweisungen sieht Frais im Zusammenhang mit der TIMSS-Studie ab: "Anstatt nach den Schuldigen für die relativ schwachen Ergebnisse zu fahnden, ist es wichtiger die nötigen Maßnahmen für Verbesserungen zu setzen. Dazu muss man die Ergebnisse ernsthaft analysieren und offen über Veränderungen diskutieren." Es ist unbestritten, dass die Volksschulbildung das Fundament des ganzen Bildungssystems darstellt. Deshalb müsse auch dort angesetzt werden, um in der Folge das gesamte österreichische Bildungssystem im internationalen Vergleich weiter nach vorn zu bringen. "Denn klar ist auch - Bildung ist die Zukunftsinvestition Nummer Eins und wir sind es unseren Kindern und der Generation von morgen schuldig, ihnen die besten Startchancen mit auf den Weg zu geben", schließt Frais.

Rückfragen & Kontakt:

SP-Landtagklub
Mag. Andreas Ortner
Tel.: (0732) 7720-11313

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DS40002