BZÖ-Haubner zu TIMSS: Integrationsdefizite für schlechtes Abschneiden verantwortlich

Sprachdefizite müssen vor Schuleintritt ausgeräumt werden

Wien 2008-12-09 (OTS) - Für BZÖ-Bildungssprecherin NAbg. Ursula Haubner sind die Integrationsdefizite von Kindern mit Migrationshintergrund für das schlechte Abschneiden Österreichs bei der TIMSS-Studie verantwortlich. "Tatsache ist, dass ein hoher Anteil von Kindern mit nicht deutscher Muttersprache bei Schuleintritt die deutsche Sprache nicht ausreichend beherrscht. Diese Kinder haben große Leseschwächen, was sich folglich auch bei Mathematik und den Naturwissenschaften niederschlägt."

Haubner forderte SPÖ-Unterrichtsministerin Claudia Schmied auf, nicht Realitätsverweigerung zu betreiben, sondern endlich gegenzusteuern. "Wer die Unterrichtssprache nicht kann, wird auch keinen Schulerfolg erzielen können. Es ist daher notwendig, dass die Sprachdefizite vor Schuleintritt ausgeräumt werden. Alle Kinder sollen, wenn sie in die Schule kommen, möglichst die gleichen Voraussetzungen haben", so Haubner, die hofft, dass das vom BZÖ lange geforderte und in Kärnten bereits umgesetzte verpflichtende Gratis-Kindergartenjahr rasch österreichweit eingeführt wird, um eine Verbesserung zu erreichen. Außerdem müsse die besonders in Ballungsräumen viel zu hohe Zahl von Kindern mit nicht deutscher Muttersprache in Schulklassen gesenkt werden.

Weiters dürften auch die Eltern nicht aus der Verantwortung entlassen werden. "Die Eltern sollen gerade während der Volksschulzeit ihres Kindes genügend Zeit zur Unterstützung haben. Die Politik ist verantwortlich, die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen", so Haubner abschließend. (Schluss)

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