Spendenabsetzbarkeit: Nicht auf die Ärmsten der Armen vergessen!

Wien (OTS) - "Wir freuen uns über die Ankündigung von Finanzminister Josef Pröll, Spenden an Hilfsorganisationen endlich auch in Österreich steuerlich absetzbar zu machen", so Margit Draxl, Pressesprecherin von ,Licht für die Welt’, die wichtigste österreichische Hilfsorganisation für blinde und behinderte Menschen in der Dritten Welt. "Wir erwarten, dass auch Hilfsorganisationen im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit explizit berücksichtigt werden, denn die Spendenrückgänge der letzten Monate treffen hier die Ärmsten der Armen."

Einer aktuellen Information des Linzer Institutes Public Opinion zufolge hat sich in Österreich der Anteil der Spender gegenüber dem Vorjahr um 4 Prozent verringert. "Die geplante steuerliche Absetzbarkeit von Spendengeldern ist ein deutliches Signal der Wertschätzung all jener Menschen, die uns finanziell unterstützen! Denn damit helfen sie uns, Menschen in den Armutsgebieten unserer Erde den Zugang zu medizinischer Versorgung und Bildung zu verschaffen und dadurch den Kreislauf von Armut, Blindheit und Behinderung zu durchbrechen", so Draxl.

Armut, Blindheit und Behinderung stehen in Entwicklungsländern in engem Zusammenhang. Das Familieneinkommen sinkt, weil blinde oder anders behinderte Familienmitglieder weniger dazu beitragen können und darüber hinaus auf die Betreuung durch Angehörige angewiesen sind. Die Armutsfalle schnappt noch weiter zu.

Mit der Einführung des Spendengütesiegels im Jahr 2001 wurden bereits mit der Etablierung von klaren Qualitätsstandards Voraussetzungen geschaffen, die nun Kriterien für eine Aufnahme in den Kreis der steuerlich begünstigten Organisationen sein könnten. Alle wichtigen Organisationen der Zivilgesellschaft, die diesen strengen Standards entsprechen, sollten bei der steuerlichen Absetzbarkeit von Spenden berücksichtigt werden - sei es Sozialarbeit in Österreich, Entwicklungszusammenarbeit, Menschenrechte oder Ökologie.

Hintergrund

'Licht für die Welt' ist eine international tätige österreichische Fachorganisation, die sich seit 20 Jahren in 114 nachhaltigen Hilfsprojekten in Afrika, Asien und Lateinamerika für blinde und anders behinderte Menschen in den Armutsgebieten unserer Erde einsetzt. Im Rahmen ihrer anwaltschaftlichen Arbeit engagiert sich ,Licht für die Welt’ für die Rechte, die Gesundheits- und Ausbildungschancen behinderter Menschen in Entwicklungsländern.

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Mag. Florian Schindegger
Pressereferent
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