AK: Schlechte Rechenkenntnisse der VolksschülerInnen zeigen Reformbedarf

Individuelle Förderung für Kinder wichtig - AK fordert Ausbau ganztägiger Schulformen und Professionalisierung der LehrerInnenaus- und -weiterbildung

Wien (OTS) - "Das schlechte Abschneiden der VolksschülerInnen bei TIMSS bestätigt, dass die Kinder auch im naturwissenschaftlichen Unterricht nicht ausreichend gefördet werden. Einmal mehr ein Beweis, dass das Bildungssystem dringend reformiert werden muss," sagt Gabriele Schmid, Leiterin der Bildungspolitik in der Arbeiterkammer Wien (AK). Die SchülerInnen müssen ins Zentrum des Lernens rücken, fordert die AK und will den Ausbau ganztägiger Schulformen und die Professionalisierung der LehrerInnenaus- und -weiterbildung.

Bis zum Schuljahr 2010/11 soll es in jedem politischen Bezirk zumindest eine Ganztagesvolksschule geben, um die Wahlfreiheit der Eltern sicherzustellen. Jedes Schulkind im Alter von sechs bis 14 Jahren soll einen gesetzlichen Anspruch auf Betreuung auch über die Unterrichtszeit hinaus haben. Auch an schulfreien Tagen und in Ferienzeiten soll es Betreuungsmöglichkeiten geben.

Die AK wünscht sich eine Ausweitung der individuellen Lernhilfen im Rahmen der Nachmittagsbetreuung: Erwerbstätige Eltern sollen mit den Kindern mehr gemeinsame Freizeit verbringen können. "Werden bereits in der Nachmittagsbetreuung Schulaufgaben erledigt und Unterstützung bei Lernschwächen angeboten, so ist das eine enorme Entlastung für berufstätige Eltern und AlleinerzieherInnen", so Schmid. Insofern wirke eine schulische, ganztägige Betreuung für bildungsferne Schichten stark kompensatorisch.

Als ersten Schritt bezeichnet Schmid das von der neuen Bundesregierung geplante verpflichtende und für Familien kostenfreie letzte Kindergartenjahr. Hier sollen Defizite aufgeholt und Begabungen gefördert werden, am besten durch eine enge Kooperation der Kindergärten mit den Volksschulen. Dafür fordert die AK einen Nationalen Bildungsplan für Kindergärten.

Rückfragen & Kontakt:

Cornelia Breuß
AK Wien Kommunikation
tel.: (+43-1) 501 65-2152
cornelia.breusz@akwien.at
http://wien.arbeiterkammer.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKW0001