Von der Schipiste ins Krankenhaus

Das KfV rechnet in der Saison 2008/09 mit rund 55.000 verletzten Wintersportlern. Etwa ein Viertel davon werden Snowboarder sein.

Wien (OTS) - Mit dem Schneefall beginnt auch die Zeit des Wintersports auf Österreichs Pisten. Etwa neun bis zehn Millionen Menschen tummeln sich jährlich in den heimischen Schigebieten, zwei Drittel davon sind Touristen. Für rund 55.000 Schneesportler wird der Winterspaß laut Prognose des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV) in der Wintersaison 2008/09 im Krankenhaus enden. Rund ein Viertel der Verletzten werden Snowboarder sein.

Häufigste Verletzung: Knochenbruch

Laut KfV-Freizeitunfallstatistik passierten in Österreich im Jahr 2007 rund 51.600 Schi- und Snowboardunfälle. Hauptunfallart waren Stürze - mehr als zwei Drittel der verletzten Schifahrer und Snowboarder zogen sich Blessuren bei einem Sturz zu. Die meisten Unfälle sind dabei Alleinunfälle, nur etwa jede zwanzigste Verletzung war Folge eines Zusammenstoßes mit einem anderen Wintersportler. Häufigste Verletzung ist der Knochenbruch - etwa jeder zweite Verletzte zog sich eine Fraktur zu. Ein Viertel der verletzten Wintersportler erlitt Sehnen- und Muskelverletzungen. "Die von Verletzungen betroffenen Körperteile sind beim Schifahren und Snowboarden unterschiedlich. Beim Schifahren werden vor allem die unteren Extremitäten wie das Knie verletzt. Snowboarder hingegen erleiden durch das Abstützen bei Stürzen oft Verletzungen der oberen Extremitäten wie dem Handgelenk. Bei beiden Sportarten ist ein Helm empfehlenswert, um schweren Verletzungen vorzubeugen", weiß Dr. Anton Dunzendorfer, Leiter des Bereichs Heim, Freizeit & Sport im KfV.

Anforderungen der Piste sollten dem eigenen Fahrkönnen entsprechen

Schifahren und Snowboarden zählen zu den beliebtesten Wintersportarten. Auf den Pisten hinunter zu wedeln macht aber nicht nur Spaß, sondern fordert auch Kondition und Ausdauer. "Nach der langen Sommerpause sollte man es daher ruhiger angehen lassen und mit leichteren Strecken beginnen. Regelmäßige Pausen beugen Übermüdung und Überforderung vor", rät Dunzendorfer. Die Anforderungen der Piste sollten immer dem eigenen Fahrkönnen entsprechen. "Wer seine Fähigkeiten überschätzt und trotz mangelnden Könnens zu hohe Leistungsansprüche an sich selbst stellt, erhöht sein Verletzungsrisiko deutlich", warnt Dunzendorfer.

Rückfragen & Kontakt:

Bakk.phil. Elisabeth Gerstendorfer
Kuratorium für Verkehrssicherheit
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E-Mail: elisabeth.gerstendorfer@kfv.at
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