Kunasek: Lehrlinge in neuer Regierung durchgefallen

Wien (OTS) - Der Lehrlingssprecher der FPÖ NAbg. Mario Kunasek bedauert, dass das Thema "Lehrlinge" im neuen Regierungsprogramm wenig bis keinen Platz gefunden habe. Das Ende des Lehrlingsbeauftragten der Regierung Egon Blum setzt für Kunasek ein weiteres Zeichen, "das zeigt, dass Rot-Schwarz die Interessen junger Menschen nicht wahrnehmen".

Ende Oktober wären noch knapp 19.000 Jugendliche auf der Suche nach einer innerbetrieblichen Lehrstelle. Die Zahl steige stetig weiter. "Die Maßnahmen der Regierung, um diesem Trend entgegen zu wirken, sehen dagegen allerdings wenig zielführend aus. Auch das neue Regierungsprogramm berücksichtigt nicht, dass den 19.000 Arbeit suchenden jungen Menschen nur knapp 3.600 offene Lehrstellen gegenüber stehen! Pläne oder konkrete Ideen liefert Rot-Schwarz auch zu Beginn dieser Legislaturperiode nicht", kritisiert Kunasek scharf in Richtung Regierungsbank.

Ein weiteres Zeichen, dass die Bundesregierung das Lehrstellenproblem nicht ernst genug nehme, ist für Kunasek, "dass der Lehrlingsbeauftragte der Bundesregierung Egon Blum nicht weiterbeschäftigt werden soll. Damit sieht man ganz klar die Prioritäten, die von Seiten der Regierung gesetzt werden", stellt er eine ganz klare Fehlentwicklung dar.

"Die Zahl der offenen Lehrstellen sinkt - und das um rund 240 im Vergleich zum Vorjahr. Hier sieht man ganz offensichtlich, dass sich SPÖ und ÖVP den Lehrlingen nicht ernst genug annehmen. Dieses Thema ist definitiv zu wichtig, um nur nebenbei mitzuschwingen oder gar ignoriert zu werden", legt der FPÖ-Lehrlingssprecher seine Forderungen auf den Tisch.

Auch das Jugendbeschäftigungspaket habe nicht die erhofften Auswirkungen gebracht - mangle es doch an der Umsetzung. "Für zu viele Jugendliche geht der Weg von der Schule zum Arbeitsamt oder gar in die Arbeitslosigkeit Das darf nicht passieren, doch die Tatsache, dass der Lehrlingsbeauftragte Blum von der Regierung nicht weiter beschäftigt wird, bestätigt in trauriger Weise das Desinteresse von Rot und Schwarz", appelliert Kunasek an die verantwortlichen Regierungsmitglieder.

Kunasek fordert von der Regierung, so wie vor ihm schon Parteikollege Hofer: "Dieses Paket sorgt mit knapp 15.000 überbetrieblichen Lehrstellen für das aktuelle Ausbildungsjahr vor. Maßnahmen von Seiten der Regierung sind mit sofortiger Wirkung zu ziehen - viele dieser jungen Menschen sind schon zu lange auf der Suche nach einem Lehrplatz! Man muss ihnen mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln unter die Arme greifen. Es kann nicht sein, dass fast 19.000 Jugendliche ohne Job sind und die Regierung noch immer tatenlos zugeschaut."

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