• 08.12.2008, 14:08:26
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40 Jahre Diözese Feldkirch

Erzbischof Kothgasser bei Festmesse zum 40. Jahrestag der Gründung der Diözese Feldkirch: "Gott im Leben zur Sprache bringen" - Vier "marianische Hinweisschilder" für den Weg in die Zukunft - Achtung Sperrfrist, Montag, 8. Dezember, 18 Uhr

Feldkirch, 8.12.08 (KAP) Aufgabe der Kirche heute ist es, "Gott im
Leben zur Sprache zu bringen". Dies betonte der Salzburger Erzbischof
Alois Kothgasser am Montag im Feldkircher Nikolausdom beim
Festgottesdienst zum 40-Jahr-Jubiläum der Vorarlberger Diözese. In
den 40 Jahren seit der Errichtung der Diözese Feldkirch sei hier
vieles gewachsen, "für das wir aus ganzem Herzen danken können", so
Kothgasser. Allerdings sei auch festzustellen, dass Vorarlberg nicht
mehr einheitlich katholisch ist, durch die Arbeitsimmigration seit
den sechziger Jahren gebe es auch viele Muslime und Aleviten, und die
Zahl der Menschen ohne Bekenntnis sei im Steigen. "Das sind neue
Herausforderungen an den Glauben und die Liebe derer, die Christus
bezeugen", betonte der Salzburger Erzbischof.

Am Marienfesttag sei es angebracht, mit vier "marianischen
Hinweisschildern" den Weg der Diözese Feldkirch in die Zukunft zu
markieren. "Offenheit und Aufmerksamkeit für den Moment Gottes"
nannte Erzbischof Kothgasser das erste Schild. Dazu gehöre es, im
Advent bewusst auf Gott zu hören und die Stille zu suchen. "Offenheit
und Aufmerksamkeit für die Situation der Menschen" sei der zweite
Hinweis: Die Gläubigen müssten auf der Seite derer stehen, die arm,
bedürftig und am meisten benachteiligt sind. "Der Einsatz für das
menschliche Leben von der Empfängnis bis zum Tod gehört zu den
prophetischen Aufgaben der Kirche heute", stellte der Erzbischof
fest.

"Glaube sucht das Gespräch mit Gott und untereinander, Glaube sucht
den Dialog", beschrieb Kothgasser das dritte "Hinweisschild". Der Weg
in die Zukunft der Kirche sei ein Weg des Gesprächs, des Dialogs. Im
Hören auf Gott und im Gespräch miteinander könnten die richtigen
Schritte in die Zukunft gegangen werden. Er freue sich, dass in der
Diözese Feldkirch das Pastoralgespräch über die Wege der
Pfarrgemeinden beginnt, betonte Kothgasser.

Auf die Berufung Mariens bezog der Salzburger Erzbischof das vierte
"Hinweisschild": "Der Glaube Mariens war geprägt vom Vertrauen in
Gottes Mitgehen auf unseren Wegen". Gott schenke jedem Menschen eine
Berufung. Daher seien auch alle eingeladen, ihren Beitrag für die
Kirche und für das Reich Gottes einzubringen, so der Salzburger
Erzbischof: "Bei allen Bemühungen um die Seelsorge dürfen wir aber
nicht vergessen, dass Gott das Entscheidende tut. Er macht es
möglich, dass von wenigen Broten und Fischen Tausende gespeist werden
an Leib und Seele".

Erzbischof Kothgasser hielt als Metropolit der Salzburger
Kirchenprovinz, zu der auch die Diözese Feldkirch gehört, die
Festpredigt. (forts)
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