• 05.12.2008, 11:57:41
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"Section Control" überwacht ab Juni 2009 den Ehrentalerbergtunnel

LH Dörfler: Unfallträchtigster Tunnel wird sicherer - 26.000 Fahrzeuge pro Tag frequentieren den Tunnel

Klagenfurt (LPD) - Die "Section Control"-Anlage auf der A 10
Tauern Autobahn wird an einen anderen Standort versetzt. "Sie wird
vom Drautal zum Ehrentalerbergtunnel auf der A 2 Süd Autobahn
übersiedeln und dort für mehr Verkehrssicherheit sorgen", gaben
heute, Freitag, Verkehrsreferent Landeshauptmann Gerhard Dörfler,
Asfinag-Geschäftsführer Viktor Geyrhofer und der Leiter der
Verkehrsabteilung im Landespolizeikommandos Kärnten, Oberst Adolf
Winkler, im Rahmen einer Pressekonferenz in der Autobahnmeisterei
Klagenfurt bekannt.

"Unser Sicherheitssorgentunnel weist durch seine Trassenführung
ein überdurchschnittlich hohes Unfallgeschehen auf. Seit dem Jahr
2005 gab es im kurvigen Ehrentalerbergtunnel 14 Unfälle. Dabei
wurden 18 Personen verletzt. 50 PKW und elf LKW waren in die Unfälle
verwickelt", belegte Dörfler dies mit Zahlen. Mit der Installierung
der "Section Control" vor Beginn der Hauptreisesaison 2009 beginne
ein neues Zeitalter der Verkehrsüberwachung, werde es keine
Schlupflöcher und Ausreden mehr für die Autofahrer geben und der
Verkehrsfluss werde homogenisiert, nannte Dörfler weitere Vorteile
der gezielten Überwachung des Verkehrsflusses.

Der Landeshauptmann erwartet sich durch die Maßnahme auch einer
Entlastung für den Klagenfurter Südring. Ein Unfall im Tunnel bedeute
jedes Mal einen Megastau im Bereich des Südringes. "Die Kosten der
Anlagenübersiedelung werden 220.000 Euro betragen. Ein
Schwerverletzter nach einem Verkehrsunfall kostet volkswirtschaftlich
gesehen 317.000 Euro", teilte Dörfler mit.

Laut Geyrhofer liegt die Unfallrate im Tunnel bei 0,12 (Anzahl der
Unfälle im Jahr pro eine Million Fahrzeuge auf 1 km Strecke) und
liegt deutlich über dem durchschnittlichen Wert für das gesamte
Asfinag-Netz von 0,087. "Wir haben im Tunnel eine Unfallrate, wie wir
sie vor fünf Jahren im gesamten Netz hatten", so Geyrhofer. Die
Erfahrungen bei bereits bestehenden Anlagen, wie den
Kaisermühlentunnel, hätten zudem gezeigt, dass sich die
Verkehrssicherheit auf überwachten Streckenabschnitten erhöht habe.
Beim Kaisermühlentunnel gab es in zwei Jahren nur einen Unfall.

Die bereits begonnen Planungsarbeiten für die Übersiedelung werden
im Feber 2009 abgeschlossen sein. Anschließend erfolgen die baulichen
und elektrotechnischen Arbeiten und die Eichung der Anlage. Nach dem
Erlass der Verordnung durch das Bundesministerium für Verkehr,
Innovation und Technologie soll im Juni 2009 der Betrieb aufgenommen
werden.

Für Winker ist die Kontrollanlage vor dem Tunnel ein Stück mehr
Verkehrssicherheit in Kärnten. "Wir haben mit ihr positive
Erfahrungswerte bereits im Drautal gemacht, sie wirkt sich positiv
auf das PKW-Fahrverhalten aus und Risikolenker und Raser sind besser
zu überwachen", so Winkler.

Zu dieser Presseaussendung stehen honorarfreie Fotos in
Druckqualität auf www.ktn.gv.at (Slideshow beim entsprechenden
Artikel) zum Download zur Verfügung. Fotohinweis: LPD/Bodner
(Schluss)

Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung
Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
http://www.ktn.gv.at

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