- 02.12.2008, 15:09:00
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Landhaus: Ehren- und Fördergaben für Kunst 2008 überreicht
LSth. Wallner: Wertschätzung für geleistete kulturelle und künstlerische Arbeit
Bregenz (VLK) - Im Rahmen eines feierlichen Festakts im
Montfortsaal des Landhauses in Bregenz überreichten heute, Dienstag,
2. Dezember, Landeshauptmann Herbert Sausgruber und Kulturreferent
Landesstatthalter Markus Wallner die Ehren- und Fördergaben für Kunst
2008. Die mit 4.000 Euro dotierten Ehrengaben gingen an die ehemalige
Landeskonservatorin in Vorarlberg, Renate Madritsch, sowie an den aus
dem Großen Walsertal stammenden Schauspieler und Theaterleiter
Dietmar Nigsch. Textilkünstlerin Carmen Pfanner aus Dornbirn und der
Musiker Klaus Christa aus Klaus erhielten die mit jeweils 2.000 Euro
dotierten Förderpreise.
"Mit der Verleihung der Ehren- und Fördergaben möchte das Land
seine Wertschätzung für geleistete kulturelle und künstlerische
Arbeit zum Ausdruck bringen und gleichsam ein klares Bekenntnis zu
Kunst und Kultur ablegen", betonte Landesstatthalter Wallner in
seiner Laudatio. Vorarlberg verfügt über eine sehr lebendige und
äußerst vielseitige Kunst- und Kulturszene. Wallner: "Die
Preisträgerinnen und Preisträger des heurigen Jahres sind wieder ein
Beweis, dass in Vorarlberg hohe Qualität in Kunst und Kultur auf
vielen Ebenen breit gefächert ist".
Einen speziellen Dank richtete Landestatthalter Wallner an die
Mitglieder der Kunstkommissionen, die bei der Auswahl der
Preisträgerinnen und Preisträger eine schwere Aufgabe zu bewältigen
hatten. "Vorarlberg ist in der glücklichen Lage, über eine Vielzahl
von hervorragenden Kulturschaffenden zu verfügen", erklärte Wallner.
Ehrengaben
Von 1995 bis Ende September 2008 war Renate Madritsch als
Landeskonservatorin im Denkmalamt in Bregenz tätig. Verdient gemacht
hat sich die Kunsthistorikerin durch ihre Beschäftigung mit der
bäuerlichen (Holz)architektur vor allem im Bregenzerwald und im
Montafon. Daneben hat sich Madritsch im Ensembles- uns Ortsbildschutz
hervorgetan. Besonders eingesetzt hat sie sich für die Erhaltung und
den Schutz des jüdischen Viertels in Hohenems. Nach 13 Jahren kehrte
Madritsch in das Land Niederösterreich zurück, wo ihre Karriere 1975
begonnen hat.
Dietmar Nigsch hat die freie Theaterszene in Vorarlberg nachhaltig
geprägt. 1988 gründete er zusammen mit Sieglinde Müller-Eberhart das
Projekttheater Vorarlberg, 2004 verhalf Nigsch dem Kulturfestival
"Walserherbst" zur Gründung. Ungewöhnliche Veranstaltungen mit
ungewöhnlichen Inhalten an ungewöhnlichen Orten sind nicht nur ein
Markenzeichen des "Walserherbstes", sondern insgesamt eine
Spezialität von Dietmar Nigsch, der Ähnliches schon beim
Projekttheater umsetzte. Nigsch kann auf zahlreiche
Theater-Engagements verweisen und auch im Bereich Film war Nigsch
erfolgreich tätig.
Fördergaben
Die in Dornbirn und Schwarzenberg lebende und arbeitende
Künstlerin Carmen Pfanner hat sich durch ihr kreatives Arbeiten mit
Nadel, Faden und Zwirn im In- und Ausland einen Namen gemacht. Die
textile, gesteppte, gepolsterte Basis, die Pfanner über Jahre
perfektioniert hat, verknüpft Technisches und Organisches,
Konstruiertes und Emotionales, Reales und Fiktives. Ihre Kunstwerke
waren bereits in Einzelausstellungen in Deutschland, den
Niederlanden, in der Schweiz und natürlich in Österreich zu sehen.
Seit dem Jahre 1995 leitet Professor Klaus Christa, der als
Solobratschist im Sinfonieorchester St. Gallen und im
Symphonieorchester Vorarlberg tätig war, eine Viola-Klasse am
Landeskonservatorium Vorarlberg. Regelmäßig erreichen seine
Schülerinnen und Schüler ausgezeichnete Plätze bei Wettbewerben.
Gemeinsam mit Thomas Engel begründete Klaus Christa die Konzertreihe
"Musik in der Pforte", die durch ihr Programmkonzept viele Menschen
anspricht und daher seit Jahren sehr erfolgreich ist.
Rückfragehinweis:
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