Kärntner Resolution für fairen Milchpreis

LH Dörfler: Bund und Landwirtschaftsminister müssen Akzente setzen - "Superwahlsonntag" am 1. März - Trilaterale Regierungssitzung am 10. Dezember

Klagenfurt (LPD) - Die Kärntner Landesregierung hat heute, Dienstag, eine Resolution für einen fairen Milchpreis und zur Erhaltung der Arbeitsplätze von Milchbauern beschlossen. Die neue Bundesregierung und insbesondere der zuständige Landwirtschaftsminister werden darin aufgefordert, dringend Maßnahmen zu setzen, wie Landeshauptmann Gerhard Dörfler betonte. Auch der "Superwahlsonntag" wurde in der Regierungssitzung festgelegt, die Gemeinderats-, Bürgermeister- und Landtagswahlen finden zusammen am 1. März 2009 statt.

5.500 Euro verliert ein durchschnittlicher Milchbauer pro Jahr durch die Senkung des Milchpreises, rechnete Dörfler vor. Diese Situation sei nicht nur für die Landwirtschaft existenzgefährdend, sondern stelle auch eine Ausdünnung des ländlichen Raumes dar.

Zum "Superwahlsonntag" wird laut dem Landeshauptmann noch eine Informationsoffensive notwendig sein, um der Bevölkerung das Prozedere mit den verschiedenen Wahlzetteln zu erklären.

In der heutigen Regierungssitzung wurden außerdem noch Projekte wie das Mahle-Logistikzentrum in St. Michael, der Walderlebnispark am Klopeiner See und das Lehrlingsheim in St. Veit beschlossen. Für den "Urlaub am Bauernhof" gibt es je 100.000 Euro aus dem Tourismus- und dem Agrarreferat. Zudem kündigte Dörfler für den 10. Dezember eine trilaterale Regierungssitzung von Kärnten, Veneto und Friaul-Julisch Venetien in Villach an.

Die Milchpreis-Resolution im Wortlaut:

Das Kärntner Regierungskollegium richtet daher folgende Forderungen an die neue Bundesregierung insbesondere an den zuständigen Landwirtschaftsminister:

- Alles zu unternehmen, um die Milchpreisentwicklung nach unten zu stoppen und damit weiteren Schaden von den Kärntner Milchbauern abzuhalten.

  • Durch geeignete Maßnahmen wie beispielsweise einen Mindestmilchpreis dafür zu sorgen, dass die Erzeuger einen fairen, kostendeckenden Preis erhalten.
  • Arbeitsplätze im Bereich der Molkereien zu erhalten.

- Öffentliche Ausschreibungen von staatsnahen Einrichtungen wie z.B. Krankenhäuser, Kindergärten, Schulen etc. so zu gestalten, dass die hochwertigen österreichischen Produkte keinen Nachteil erleiden.

- Ein für die betroffenen Milchbauern effektives Fördersystem zu entwickeln, um den Klein- und Mittelbauernstand zu erhalten.

- Hochqualitative heimische Bauernmilch darf nicht in billige Eigenmarken des Handels abgefüllt werden.
(Schluss)

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