VP-Feldmann: Stadt Wien lässt Frauen allein

ÖVP Wien fordert Ausbau der Nachmittagsbetreuung an Wiener Pflichtschulen und Maßnahmenpaket zur Förderung des beruflichen Wiedereinstiegs von Frauen

Wien (VP-Klub) - "Frauen sind deutlich stärker von Armut betroffen als Männer, obwohl die gleichen Qualifikationen und Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt bestimmend sein sollten. Einer der Gründe dafür ist die nach wie vor niedrige Erwerbsbeteiligung von Frauen. Einen weiteren zu beachtenden Faktor stellt das rund ein Drittel niedrigere Erwerbseinkommen der Frauen dar, das in Folge auch zu einer massiven materiellen Schlechterstellung im Alter führt. Zudem sind die Erwerbsverläufe von Frauen durch häufigere Berufsunterbrechungen sowie einem erheblich höheren Anteil an atypischen Beschäftigungsverhältnissen wie Teilzeit und geringfügiger Beschäftigung gekennzeichnet. Der Frauenanteil bei den Teilzeitbeschäftigten beträgt in Wien rund 74 Prozent", kritisiert die Frauensprecherin der ÖVP Wien, LAbg. Barbara Feldmann, in der heutigen Sondersitzung des Gemeinderates das fehlende Bemühen der SPÖ, hier tätig zu werden.

Es habe genug Ankündigungen gegeben, jetzt müssen Taten folgen. Nur jeder zweiten Frau in Wien gelinge ein Wiedereinstieg in das Berufsleben. Dabei sei ein erfolgreicher Wiedereinstieg in den Beruf wesentlich, um nicht in die Armutsfalle zu kommen. Liege das durchschnittliche Jahreseinkommen bei Vollzeitbeschäftigung bei Frauen mit Betreuungspflichten bei 15.248 Euro, so liege es bei Frauen ohne Betreuungspflichten bei 24.068 Euro.

Hinzu komme, dass Wien die teuersten Kindergärten in Österreich und nur eine mangelhafte Nachmittagsbetreuung anbiete. So haben zwar hundert Prozent der Wiener Bundesschulen ein Ganztagesangebot, zwei Drittel der Pflichtschulen in Wien jedoch noch nicht. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sei so nicht gegeben. "Gefordert sind ein Programm zur Förderung des Wiedereinstiegs von Frauen und ein Ausbau der Nachmittagsbetreuung an den Wiener Pflichtschulen. Wir, die ÖVP Wien, lassen die Frauen dieser Stadt nicht allein. Denn vor der Wahl ist nach der Wahl. Wien ist leider wirklich anders. Frauenpolitik findet hier nicht statt", betont Feldmann abschließend.

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