VP-Praniess-Kastner: Behinderte Menschen besonders stark von Armut betroffen

ÖVP fordert Paradigmenwechsel in der Behindertenpolitik der Stadt Wien

Wien (VP-Klub) - Armut beginne nicht erst beim
Sozialhilfeanspruch, beim Heizkostenzuschuss oder bei der Mietbeihilfe, betont LAbg. Karin Praniess-Kastner, Behindertensprecherin der ÖVP Wien, in der heutigen Sondersitzung des Wiener Gemeinderates.

Behinderte Menschen seien von Armut noch viel stärker betroffen, wie ein Blick auf die Zahlen verdeutliche. Diese Situation spiegle sich bereits im Prozentsatz der Erwerbstätigkeit wider. Die Stadt Wien solle sich hier ihrer Vorbildwirkung bewusst werden und Menschen mit Behinderung reguläre Dienstverhältnisse anbieten, anstatt sie in Sonderaktionen zu "parken".

Behinderte Menschen sind ExpertInnen in eigener Sache

Mit Ausblick auf den morgigen internationalen Tag der Menschen mit Behinderung verweist die VP-Mandatarin auf die vielen dringend notwendigen Veränderungen: "Behinderte Menschen, die in Beschäftigungstherapie sind, erwerben während dieser Tätigkeit keine Pensionsversicherungszeiten. Das muss sich ändern!" Weiters fordert Praniess-Kastner die Realisierung des persönlichen Budgets für Menschen mit Behinderung. Nach dem Motto "Gemeinsam gestalten statt Sozialfälle verwalten" sei das Persönliche Budget eine Möglichkeit, Behindertenpolitik völlig neu zu entwickeln.

Das Prinzip dabei ist die Abkehr von der Versorgung hin zur selbstbestimmten Gestaltung des Lebens. Behinderte Menschen bekommen nach persönlichem Bedarf einen monatlichen Geldbetrag zur Verfügung gestellt und entscheiden selbst, bei wem sie die notwendige Leistung (z.B. für persönliche Assistenz) einkaufen.

Peer-Beratung für behinderte Frauen ausbauen!

Zudem brachte Praniess-Kastner im Gemeinderat einen Beschlussantrag für den Ausbau der Peer-Beratung für behinderte Frauen und Mädchen im Gesundheitsbereich ein. "Hier liegt es an der Stadt Wien, den betroffenen Frauen mit Behinderung entsprechende Hilfestellungen anzubieten", fordert die VP-Gemeinderätin.

Der fatale Kreislauf von Behinderung, Arbeitslosigkeit und Armut, von dem vor allem Frauen betroffen sind, sei keinesfalls schicksalhaft, sondern vielmehr strukturell bestimmt. "Dieser Teufelskreis muss durch gezieltes sozialpolitisches Engagement durchbrochen werden. Die Wienerinnen und Wiener erwarten von einer Stadtregierung, dass sie nicht primär auf den nächsten Wahltermin schielt, sondern auf die Bedürfnisse der Menschen adäquat und vor allem rasch reagiert", so Praniess-Kastner abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: (++43-1) 4000 / 81 913
Fax: (++43-1) 4000 / 99 819 60
presse.klub@oevp-wien.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPR0005