management club: Wirtschaftskrise darf nicht zur Vertrauenskrise werden

Wir brauchen den Staat als Arche Noah auf Zeit!

Wien (OTS) - "Der Staat ist jetzt in Sachen Kontrolle und
Erstellung von Spielregeln gefordert, nicht aber als Unternehmer oder gar Eigentümer! Kurzfristig brauchen wir den Staat als eine Art Arche Noah auf Zeit, ich warne aber vor langfristigen, planwirtschaftlichen Konzepten", so mc-Präsident DI Herbert Paierl.

"Die hör- und spürbare Wirtschaftskrise, die in aller Munde und vielen Geldbeuteln Niederschlag findet, darf sich nicht zu einer größeren Vertrauenskrise ausweiten", warnt der mc-Präsident. Denn unter dem Eindruck der Finanzkrise leide das Vertrauen in private Unternehmen und in den Markt ordentlich.

Das belegt auch die heute im management club präsentierte GfK-Studie 'Privatisierung und Zufriedenheit'. So habe sich zwischen September und November 2008 die grundsätzliche Befürwortung von Privatisierung von 50 auf 35 Prozent verringert - mehr noch, die Ablehnung der Privatisierung von Betrieben im öffentlichen Eigentum habe sich von 49 auf 65 Prozent erhöht.

De facto wird der Staat, ob man es sich wünscht oder nicht, künftig eine wichtigere Rolle spielen. Und zwar eine Rolle, die er in dem Umfang noch nicht gelernt hat. "Dementsprechend ist die Gefahr hoch, dass in der Hektik dramatische Fehler gemacht werden, die uns noch auf Jahrzehnte hinaus belasten", meint Paierl.

Konzepte von freier Marktwirtschaft, Wettbewerb oder Privatisierung in Krisenzeiten per se zu verteufeln und dem Staat das Ruder zu übergeben wäre aber ein fataler Fehler und setzt falsche Sicherheitssignale - "der Staat kann als 'Unternehmer' weder Arbeitsplätze sichern noch effizient und wettbewerbskonform wirtschaften. Das letzte, was wir brauchen ist eine Re-Verstaatlichungswelle", sagt der mc-Präsident. Das Beispiel 'AUA' führe uns klar vor Augen, was passiert, wenn der Staat seine Finger im Spiel hat.

Die Finanzkrise dürfe nicht zu einer noch größeren Vertrauenskrise werden und das Vertrauen in die Marktwirtschaft müsse wieder hergestellt werden. "Wir brauchen einen starken Staat, der als wettbewerbskonformer Regulator agiert, klare Spielregeln aufstellt und transparente und stärkere Kontrollmechanismen schafft", weiß Paierl.

O-Töne zur Veranstaltung finden Sie unter www.o-ton.at.

Die GfK-Studie "Privatisierung und Zufriedenheit können Sie unter www.managementclub.at downloaden.

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