- 02.12.2008, 12:29:40
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management club: Wirtschaftskrise darf nicht zur Vertrauenskrise werden
Wir brauchen den Staat als Arche Noah auf Zeit!

Wien (OTS) - "Der Staat ist jetzt in Sachen Kontrolle und
Erstellung von Spielregeln gefordert, nicht aber als Unternehmer oder
gar Eigentümer! Kurzfristig brauchen wir den Staat als eine Art Arche
Noah auf Zeit, ich warne aber vor langfristigen, planwirtschaftlichen
Konzepten", so mc-Präsident DI Herbert Paierl.
"Die hör- und spürbare Wirtschaftskrise, die in aller Munde und
vielen Geldbeuteln Niederschlag findet, darf sich nicht zu einer
größeren Vertrauenskrise ausweiten", warnt der mc-Präsident. Denn
unter dem Eindruck der Finanzkrise leide das Vertrauen in private
Unternehmen und in den Markt ordentlich.
Das belegt auch die heute im management club präsentierte
GfK-Studie 'Privatisierung und Zufriedenheit'. So habe sich zwischen
September und November 2008 die grundsätzliche Befürwortung von
Privatisierung von 50 auf 35 Prozent verringert - mehr noch, die
Ablehnung der Privatisierung von Betrieben im öffentlichen Eigentum
habe sich von 49 auf 65 Prozent erhöht.
De facto wird der Staat, ob man es sich wünscht oder nicht,
künftig eine wichtigere Rolle spielen. Und zwar eine Rolle, die er in
dem Umfang noch nicht gelernt hat. "Dementsprechend ist die Gefahr
hoch, dass in der Hektik dramatische Fehler gemacht werden, die uns
noch auf Jahrzehnte hinaus belasten", meint Paierl.
Konzepte von freier Marktwirtschaft, Wettbewerb oder
Privatisierung in Krisenzeiten per se zu verteufeln und dem Staat das
Ruder zu übergeben wäre aber ein fataler Fehler und setzt falsche
Sicherheitssignale - "der Staat kann als 'Unternehmer' weder
Arbeitsplätze sichern noch effizient und wettbewerbskonform
wirtschaften. Das letzte, was wir brauchen ist eine
Re-Verstaatlichungswelle", sagt der mc-Präsident. Das Beispiel 'AUA'
führe uns klar vor Augen, was passiert, wenn der Staat seine Finger
im Spiel hat.
Die Finanzkrise dürfe nicht zu einer noch größeren Vertrauenskrise
werden und das Vertrauen in die Marktwirtschaft müsse wieder
hergestellt werden. "Wir brauchen einen starken Staat, der als
wettbewerbskonformer Regulator agiert, klare Spielregeln aufstellt
und transparente und stärkere Kontrollmechanismen schafft", weiß
Paierl.
O-Töne zur Veranstaltung finden Sie unter www.o-ton.at.
Die GfK-Studie "Privatisierung und Zufriedenheit können Sie unter
www.managementclub.at downloaden.
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at .
Rückfragehinweis:
management club, Alexandra Hofer, Tel.: +43-1 512 79 35,
presse@managementclub.at
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