137 000 Menschen in Wien manifest arm

Alleinerziehend, erwerbslos, physische bzw. psychische Beeinträchtigungen, Jobs, von denen man nicht leben kann

Wien (OTS) - "In Wien sind 137 000 Menschen manifest arm.", veröffentlicht die Armutskonferenz die aktuellst verfügbaren Daten aus der EU-SILC -Erhebung. "Das heißt, die Betroffenen können sich abgetragene Kleidung nicht ersetzen, die Wohnung nicht angemessen warm halten, keine unerwarteten Ausgaben tätigen, sie weisen einen schlechten Gesundheitszustand auf, leben in überbelegten, feuchten, schimmligen Wohnungen", beschreibt Sozialexperte Martin Schenk die Situation. "Armut macht krank, Armut macht einsam. Armut nimmt Zukunft." 68 000 Personen in Wien können ihre Wohnung nicht angemessen warm halten, 95 000 sind mit wichtigen Zahlungen im Rückstand.

Zusätzlich zu den 137 000 manifest Armen können weitere 139 000 Personen in Wien als armutsgefährdet bezeichnet werden. "Ein Viertel der Armutsbevölkerung sind Kinder. Ihre Eltern sind alleinerziehend, erwerbslos, weisen physische bzw. psychische Beeinträchtigungen auf oder haben Jobs, von denen sie nicht leben können.", so Diakonie-Sozialexperte Schenk.

"Vieles hat sich mit den modernen Sozialstaaten geändert. Hunger und Frieren gibt es nicht mehr als Massenphänomen. Aber auch heute leben in Millionenstädten wie Wien 137.000 Menschen unter schwierigsten sozialen Bedingungen.", so Schenk. Das Risiko abzustürzen, ist gestiegen, auch für Leute, die es sich für ihr Leben nie gedacht hätten. Armut ist Stress, um die notwendigsten Grundbedürfnisse zu befriedigen.

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