FP-Matiasek: SPÖ muss Armut in Wien endlich ernst nehmen

Familienentlastung dringend gefordert

Wien, 02-12-2008 (fpd) - Die SPÖ Wien müsse endlich zur Kenntnis nehmen, dass die Armut in dieser Stadt bereits ein gravierendes Ausmaß angenommen habe. Ein durchgeplantes Entlastungspaket gerade für Familien sei nun dringend erforderlich. Die Augen vor diesem Problem zu verschließen, sei zwar SPÖ-typisch, nun sei jedoch Feuer am Dach und ein wirksames Handeln der Rathausroten gefragt, so heute die Gemeinderätin der FPÖ Wien, LAbg. Veronika Matiasek im Zuge der Sondersitzung.

Trotz Kinderbetreuungsgeld sei eine große Zahl von Familien, besonders Mehrkindfamilien, finanziell massiv belastet bzw. armutsgefährdet. In Wien sind die Kindergartenbeiträge im Bundesländervergleich sehr hoch. Die FPÖ spricht sich daher als ersten Entlastungsschritt für Familien, für die Einführung eines kostenlosen Kindergartens für 3 - 6 jährige Kinder in Wien aus. Des weiteren sei Bürgermeister Häupl, gemeinsam mit dem Bundesminister für Unterricht, Kunst und Kultur dazu aufgerufen, jene rechtlichen Voraussetzungen zu schaffen, die das generelle Tragen von Schuluniformen in öffentlichen Schulen regeln. Das Problem sei bekannt. Für viele Eltern stellen die Ansprüche ihrer Kinder nach modischer und trendiger Markenkleidung einen beträchtlichen finanziellen Aufwand dar. Der Druck, der durch Werbung und Gruppenbewusstsein bei Kindern und Jugendlichen ausgeübt wird, macht es den Erziehungsberechtigten oft schwer, derartige Wünsche abzuschlagen. Kinder aus ärmeren Verhältnissen, deren Eltern diesen Ansprüchen nicht nachkommen können, fühlen sich oft ausgeschlossen und an den Rand gedrängt. Eine ansprechende, gemeinsame Schulkleidung würde diesem Konkurrenzdenken entgegenwirken, das Budget der betroffenen Eltern entlasten und das Zugehörigkeitsgefühl zur Schulgemeinschaft stärken, so Matiasek.

Außerdem fordert die FPÖ Wien die bessere Vernetzung von Bildungseinrichtungen, Jugendwohlfahrt und sozialen Dienststellen zur Beratung und Begleitung von Familien, bei denen eine Problemsituation vorliegt. Im Schul- und Kindergartenalltag werden Pädagoginnen und Pädagogen immer wieder damit konfrontiert, dass Kinder in einem sozial bedenklichen Umfeld aufwachsen. Es sind leider keine Einzelfälle, dass Kinder zu Hause weder ein Frühstück noch ein warmes Essen bekommen oder in hygienischer Hinsicht verwahrlost sind. Durch eine bessere Vernetzung wäre es Lehrkörpern effizienter möglich, an die Erziehungsberechtigten heranzukommen sowie Hilfs- und Unterstützungsmaßnahmen einzuleiten, so Matiasek abschließend. (Schluss) hn

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