KA: Kritik an parteipolitischem Hickhack um den Nikolaus

Wichtiger ist die Botschaft der Solidarität und des Einsatzes für die Armen

Wien (OTS) - "Der heilige Nikolaus ist ein Symbol für das Engagement, für den Einsatz für arme Menschen und nicht geeignet für ein parteipolitisches Hickhack", sagt Christa Buzzi, Präsidentin der Katholischen Aktion der Erzdiözese Wien. Sie bedauert es, dass von den politischen Parteien in Wien nun schon seit einigen Jahren versucht wird, anhand der Gestaltung von Nikolofeiern politisches Kleingeld zu gewinnen.

"Grundproblem der Figur des heiligen Nikolaus ist jedoch nicht, wie er in Kindergärten auftreten darf, sondern wie seine Botschaft, nämlich der Einsatz für die Armen dargestellt wird. Somit ist die Gestaltung und Vermittlung der "Nikolausbotschaft" der zentrale Punkt. Und ich glaube, hier wird in den Kindergärten sicher die richtige Botschaft weitergegeben", sagt Christa Buzzi.

"Im Gegensatz dazu bräuchte die Wiener Politik noch wesentlich mehr Einsatz für arme Menschen", sagt die KA-Präsidentin. Sie verweist in diesem Zusammenhang zum Beispiel auf die Debatten rund um bettelnde Menschen, wo nicht die Verminderungen der Armut, sondern die Störung des Stadtbildes meist im Vordergrund steht. "Arme Menschen sind eine Realität und es ist auch richtig, wenn sie im öffentlichen Raum sichtbar werden", sagt Christa Buzzi.

"Aber auch in anderen Bereichen, wie bei Familien, Alleinerziehenden oder bedürftigen alten Menschen muss viel mehr getan werden, um ein Absinken unter die Armutsgrenze zu verhindern. Das sind die wirklichen Probleme der Stadt und der Menschen", betont Christa Buzzi. Und eine Lösung solcher Probleme würde wesentlich mehr zu einer christlichen Gestaltung der Stadt beitragen als vordergründige Debatten um Nikolausbesuche.

Der Nikolaus der Legenden-Überlieferung zeigt ganz wichtige Züge:
er ist voll Zivilcourage und Engagement, gesellschafts- und systemkritisch, einer, der verfahrene Situationen wieder zurecht bringt, ein wahrer Helfer in der Not, parteiisch für Schwache, ungerecht Verurteilte, Fremde, Arme, Ausgegrenzte und natürlich für Kinder - vor allem für Kinder in Not!

Die KA-Präsidentin verweist auch darauf, dass das Anziehen der Nikolauskleidung vor den Kindern und damit auch die Möglichkeit, dass Kindergärtner/innen selbst den Nikolaus darstellen, der Umsetzung einer Forderung der katholischen Jungschar entspricht.

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Marcel Kneuer
Katholische Aktion Erzdiözese Wien
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