VP-Strobl: Rahmenbedingungen für Schulversuche wichtig

Wien (VP-Klub) - Sowohl der ÖVP-Klub unter Klubobmann Tschirf als auch die ÖVP Wien mit Landesparteiobmann BM Hahn haben die Linie zum Schulversuch "Wiener Mittelschule" vorgegeben und bestätigt, betonte der Vizepräsident des Wiener Stadtschulrates, Walter Strobl, in einer Presseaussendung.

Die Analyse der gegenwärtigen Situation der Wiener Schullandschaft zeigt, dass es dringend notwendig ist, neue Wege zu erproben. Derzeit zieht die AHS alle Leistungsgruppe1-Schüler und zunehmend auch die Leistungsgruppe2-Schüler von der Hauptschule ab. Die AHS ist auf eine derartige Heterogenität in der Unterstufe nicht eingestellt und hat dazu auch keinen gesetzlichen Auftrag.

Deshalb wurde im Stadtschulrat von SPÖ und ÖVP gemeinsam eine Projektgruppe zur Entwicklung des nunmehrigen Schulversuchs "Wiener Mittelschule" eingerichtet und bereits im November 2007 abgeschlossen.

Für die ÖVP waren wichtige Parameter im Schulversuch Bedingung für eine Zustimmung, betonte Strobl:
- Die ÖVP verweigert sich nicht der Schulrealität in Ballungsgebieten und strebt Lösungen an
- Beim Schulversuch geht es um eine inhaltliche Qualitätsentwicklung - Bedingung ist die Einhaltung der SCHOG-Novelle (§ 7a)
- Die Leistungsdifferenzierung erfolgt durch ein Kurssystem bestehend aus Kernkursen, Leistungskursen (Trainings- und Erweiterungskurse) und Wahlkursen und durch Individualisierungsmaßnahmen im Klassenunterricht
- Begabungsförderung und Supportsystem sind am Bedarf des Standortes ausgerichtet
- Es erfolgt eine Festlegung verbindlicher Standards
- Vorgabe und Orientierung ist der Lehrplan der AHS. Alle AHS-spezifischen Bereiche bleiben vollkommen erhalten
- Einzelne Schüler und Schülergruppen können auch nach dem abgestuften Lehrplan der HS unterrichtet werden
- Es gibt eine Lerncoachingstunde für jeden Schüler, mehrsprachigen Unterricht und gemischtes Lehrpersonal
- Es erfolgt eine umfassende Vorbereitung für Berechtigungen (für die Sek II)

Der Erhalt der schulischen Leistungsdifferenzierung bleibt für die ÖVP bildungspolitische Bedingung, egal in welcher schulischen Form. Die Zustimmung bezieht sich auf den Schulversuch als Kompromissmodell. Wichtig für die ÖVP ist, dass es keine flächendeckende Schulversuche gibt, dass somit die Freiwilligkeit garantiert ist und dass der Schulversuch von Beginn an wissenschaftlich seriös begleitet wird, erklärt Strobl abschließend.

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