Lichtenberger: EU ist unter Mithilfe von Pröll vor Autolobby in die Knie gegangen

Weniger strenge Umweltauflagen für Autoindustrie

Wien (OTS) - "Die EU ist gestern vor der Autolobby in die Knie gegangen und hat sich damit von ihrer globalen Führungsrolle in Sachen Klimaschutz verabschiedet", kritisiert Eva Lichtenberger, stv. Vorsitzende der Fraktion Grüne/EFA und Europaabgeordnete der Grünen, die gestrige Einigung zwischen Rat und Parlament betreffend Regulierung von CO2-Emissionen bei PKWs. "Es ist eine große Enttäuschung, dass sich die EU - allen voran Deutschland von ihren Zielen wegbewegt, wohingegen die USA unter Barack Obama vorpreschen".

Auch Österreich, allen voran Ex-Umweltminister Josef Pröll hat sich in Brüssel massiv für möglichst schwache künftige PKW-CO2-Grenzwerte eingesetzt und dabei noch den alten Industrielobbyisten Bartenstein überholt. "Pröll war die heimische Kfz-Lobby wichtiger als Umwelt und Klimaschutz", so Lichtenberger. Und auch in den letzten Tagen haben sich die Vertreter Österreichs im EU-Rat und seinen Gremien massiv für schwache Grenzwerte und großzügige Übergangsregeln eingesetzt. Die neue Regierung beginnt ihre klimapolitische Performance in Brüssel in Bauchlage mit Lobbyistentätigkeit für die Autobranche.

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