Diskussion um Bio-Eier in Deutschland: Vergleichbare Beanstandungen in Österreich nicht möglich

Europaweit vorbildliches Kontrollsystem - Qualitätsstandards und Kontrolle in Österreich deutlich höher

Knittelfeld (OTS) - Großflächigen medialen Rummel löste vergangene Woche eine ZDF-Dokumentation zum Thema "Wie frei sind Freilandhühner wirklich" aus. Das Magazin Frontal 21 legte dabei den Verdacht der Konsumententäuschung nahe; bei großindustrieller Legehennenhaltung auf Betrieben im ehemaligen Ostdeutschland müsse in Frage gestellt werden, ob bei derartigen Betrieben (Stallungen mit 50.000 Hühnern und mehr) Freilandhaltung überhaupt möglich sei.

"Derartige Beanstandungen sind in Österreich zum Glück von vornherein auszuschließen," erklärte Toni Hubmann, Geschäftsführer und Eigentümer von Toni’s Freilandeier. "Die Legehennenhaltung in Österreich ist mit der Situation in Deutschland absolut nicht vergleichbar: Wir halten die Tiere in kleinstrukturierter Landwirtschaft, mit maximal 3.000 Hühnern pro Legestall. Damit ist jederzeit uneingeschränkter Auslauf möglich. Darüber hinaus gelten für Österreich deutlich strengere Bestimmungen: Schnäbel-Kupieren zum Beispiel, wie es in zahlreichen europäischen Ländern nach wie vor praktiziert wird, ist bei uns nicht erlaubt. Die strengen Kontrollen bei allen Eiern aus Freiland- bzw. Bodenhaltung, die das Siegel 'Tierschutz geprüft' tragen, geben überdies Sicherheit, dass Haltungsform, Herkunft und Qualität regelmäßig überprüft werden und den europaweit höchsten Standards entsprechen."

Die Besatzdichte der Stallungen sei in Deutschland das eigentliche Problem, so Hubmann. "Kein Wunder, dass bei Stallungen mit 50.000 Hühnern oder mehr Freilandhaltung nicht zu 100 Prozent garantiert werden kann. Genau aus diesem Grund haben wir bei uns die Stallungsgröße auf maximal 3.000 Tiere reduziert." Bei verringerter Besatzdichte der Hühner wäre es auch in Deutschland kein Problem, die Tiere regelmäßig und in vorgeschriebener Dauer ins Freie zu lassen.

Außerdem gilt auch das österrechische Kontrollsystem europaweit als vorbildlich. Unter den "Adleraugen" der großen Tierschutzorganisationen (Vier Pfoten, Wiener Tierschutzverein, Verein gegen Tierfabriken) sorgt die Kontrollstelle für artgemäße Nutztierhaltung für die Einhaltung der strengen, für die Vergabe des Siegels "Tierschutz geprüft" verbindlich vorgeschriebenen Qualitätsstandards. Diese gehen zum Teil deutlich über die verlangten gesetzlichen Normen hinaus.

"Vor allem die Erreichbarkeit des Auslaufes und dass die Hennen auch wirklich im Freiland gehalten werden, ist seit mehr als 14 Jahren ein Fokus dieser Kontrolle," so Hans-Herwig Predl, Geschäftsführer von der Kontrollstelle für artgemäße Nutztierhaltung.

"Das Wohlergehen der Tiere, die für uns Lebensmittel produzieren, ist eine Frage der Haltung. Dies betrifft die Stallungen und die Fütterung, aber auch die Einstellung des Vermarkters zu Qualität, Kontrolle und Transparenz. Wir sind stolz darauf, in Österreich europaweit vorbildliche Bedingungen in der Legehennenhaltung geschaffen zu haben - jeder Konsument kann gerne unseren Hof bzw. unsere Bauern besuchen und sich selbst direkt vor Ort von den ausgezeichneten Bedingungen überzeugen, mit denen unsere Tiere gehalten werden", so Toni Hubmann.

Um dies zu ermöglichen, liegt in jeder Eierpackung ein Einlegeblatt mit umfassender Information (Name des Bauern, Adressse) über die Herkunft des Eies. "Wir freuen uns, wenn die Konsumenten unsere Bauern tatsächlich besuchen kommen", so Toni Hubmann.

Rückfragen & Kontakt:

Toni Hubmann, Toni’s Freilandeier,
toni.hubmann@toni.at, +43 3512 85 7 25, Mobil: +43 664 443 123 0
Christian Winter, Toni’s Freilandeier,
christian.winter@tonis.at, +43 3512 85 7 25, Mobil: +43 664 840 850 6

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