Hofer: Steigender Armutsgefährdung von behinderten Menschen ist entgegenzuwirken

FPÖ fordert von neuer Bundesregierung Umsetzung konkreter Maßnahmen

Wien (OTS) - "Die aktuelle Wirtschaftskrise tut, zu Unwilligkeit
und Unvermögen von SPÖ und ÖVP, ein Übriges, um den Stillstand in der Behindertenpolitik zu prolongieren", moniert FPÖ-Behindertensprecher NAbg Norbert Hofer im Vorfeld des morgigen Tages der Behinderten. "Für viele Betroffene bedeutet das fortgesetzte Ignorieren ihrer Bedürfnisse eine dramatische Verschärfung einer schon angespannten Lebenssituation. Die Armutsgefährdung liegt bei Behinderten doppelt so hoch wie bei Nichtbehinderten, bei behinderten Frauen nochmals erheblich höher als bei Männern. SPÖ und ÖVP lässt das offenbar kalt, wie aus den vergangenen zwei Jahren zu schließen ist. Aber auch BZÖ und Grüne zeigen wenig Problembewusstsein und reihten behinderte Kandidaten auf ihren Listen an unwählbare Stelle."

Eine durchschnittlich immer ältere Bevölkerung stellt an die Regierenden besondere sozial- und gesundheitspolitische Anforderungen, so Hofer. Diesen wird nicht ansatzweise Rechnung getragen. Mit dem höheren Durchschnittsalter steige zwangsläufig die Pflegebedürftigkeit. Dies erfordere die Förderung praktikabler Betreuungsmodelle. Und auch auf die Barrierefreiheit sei besonders zu achten, die Wohnbauförderung genau davon abhängig zu machen. Hofer weiter: "Die Leistungen jener 400.000 Österreicher, die Angehörige zuhause pflegen, was auch der Gemeinschaft zugute kommt, sind in jeder Hinsicht anzuerkennen."

"Bei der unselbständigen Pflege müssen dringend Erleichterungen herbeigeführt werden, um die heute anfallende, für hilfsbedürftige Menschen unzumutbare Flut von Amtswegen und administrativen Verpflichtungen einzudämmen. Die FPÖ beharrt deshalb auf dem Modell einer Bundespflegegenossenschaft für Pflege und Betreuung, die ihre Dienste ohne Gewinnabsicht zur Verfügung stellt."

"Vor allem anderen aber", so Hofer abschließend, "hat die lange überfällige Wertanpassung des Pflegegeldes zu erfolgen. Pflegebedürftige Menschen sind in besonders hohem Maße von Armut betroffen. Die Nichtanpassung des Pflegegeldes trug und trägt ihren Teil dazu bei. Eine Anhebung um 15 Prozent ist deshalb unumgänglich."

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