- 02.12.2008, 10:53:59
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Hofer: Steigender Armutsgefährdung von behinderten Menschen ist entgegenzuwirken
FPÖ fordert von neuer Bundesregierung Umsetzung konkreter Maßnahmen
Wien (OTS) - "Die aktuelle Wirtschaftskrise tut, zu Unwilligkeit
und Unvermögen von SPÖ und ÖVP, ein Übriges, um den Stillstand in der
Behindertenpolitik zu prolongieren", moniert FPÖ-Behindertensprecher
NAbg Norbert Hofer im Vorfeld des morgigen Tages der Behinderten.
"Für viele Betroffene bedeutet das fortgesetzte Ignorieren ihrer
Bedürfnisse eine dramatische Verschärfung einer schon angespannten
Lebenssituation. Die Armutsgefährdung liegt bei Behinderten doppelt
so hoch wie bei Nichtbehinderten, bei behinderten Frauen nochmals
erheblich höher als bei Männern. SPÖ und ÖVP lässt das offenbar kalt,
wie aus den vergangenen zwei Jahren zu schließen ist. Aber auch BZÖ
und Grüne zeigen wenig Problembewusstsein und reihten behinderte
Kandidaten auf ihren Listen an unwählbare Stelle."
Eine durchschnittlich immer ältere Bevölkerung stellt an die
Regierenden besondere sozial- und gesundheitspolitische
Anforderungen, so Hofer. Diesen wird nicht ansatzweise Rechnung
getragen. Mit dem höheren Durchschnittsalter steige zwangsläufig die
Pflegebedürftigkeit. Dies erfordere die Förderung praktikabler
Betreuungsmodelle. Und auch auf die Barrierefreiheit sei besonders zu
achten, die Wohnbauförderung genau davon abhängig zu machen. Hofer
weiter: "Die Leistungen jener 400.000 Österreicher, die Angehörige
zuhause pflegen, was auch der Gemeinschaft zugute kommt, sind in
jeder Hinsicht anzuerkennen."
"Bei der unselbständigen Pflege müssen dringend Erleichterungen
herbeigeführt werden, um die heute anfallende, für hilfsbedürftige
Menschen unzumutbare Flut von Amtswegen und administrativen
Verpflichtungen einzudämmen. Die FPÖ beharrt deshalb auf dem Modell
einer Bundespflegegenossenschaft für Pflege und Betreuung, die ihre
Dienste ohne Gewinnabsicht zur Verfügung stellt."
"Vor allem anderen aber", so Hofer abschließend, "hat die lange
überfällige Wertanpassung des Pflegegeldes zu erfolgen.
Pflegebedürftige Menschen sind in besonders hohem Maße von Armut
betroffen. Die Nichtanpassung des Pflegegeldes trug und trägt ihren
Teil dazu bei. Eine Anhebung um 15 Prozent ist deshalb unumgänglich."
Rückfragehinweis:
FPÖ
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