VP-Leeb: "Wien braucht Paket zur Attraktivierung öffentlicher Schulen"

SPÖ hat Hauptschulen absandeln lassen, nun muss sie Konsequenzen tragen

Wien (OTS) - "Die SPÖ in Wien hat die Hauptschulen zunehmend absandeln lassen. Nun sind wir mit dem Phänomen konfrontiert, dass der Run auf die Privatschulen immer größer wird. Wir leben bereits in einer Zweiklassengesellschaft was das Thema Bildung betrifft. Nämlich die Klasse derer, die viel Geld in die Hand nehmen, um ihren Kindern Zukunftsperspektiven zu ermöglichen - und jene, die es sich nicht mehr leisten können. Und das ist das wahre Armutszeugnis für Wien. Die Wiener Schulpolitik ist daher gefordert, ihre Versäumnisse rasch zu beheben. Diskussionen über Türschilder werden uns dabei ebenso wenig helfen wie Druck auf LehrerInnen, für die Neue Mittelschule zu stimmen. Fakt ist, dass Eltern oft ihr letztes Geld für die nicht gerade billigen Privatschulen zusammen kratzen, um ihren Kindern den Besuch einer Privatschule zu ermöglichen. Und das nur, um den Zuständen in den Wiener Schulen - speziell den Hauptschulen - zu entfliehen. Leider müssen immer mehr Kinder von den Privatschulen abgewiesen werden." Das sagt VP-Stadträtin Isabella Leeb in der Diskussion um die am Rande der Kapazitäten angelangten Privatschulen.

Leeb fordert daher die Stadt Wien auf, rasch ein Maßnahmenpaket zur Attraktivierung der öffentlichen Schulen zu schnüren: "Zu diesem Paket gehört etwa, dass in öffentlichen Pflichtschulen der Anteil von SchülerInnen mit Sprachschwierigkeiten auf 30 Prozent pro Klasse reduziert wird. Ebenso braucht es dringend mehr Mittel für die Sanierung der teilweise schlicht desolaten Schulgebäude. Rund 100 Millionen Euro oder gerade einmal etwas weniger als ein Prozent des Wiener Gesamtbudgets könnten hier schon sehr helfen. Die versprochene Klassenschülerhöchstzahl von 25 SchülerInnen ist in Wien immer noch nicht Realität. Hier muss die SPÖ weit rascher handeln als bisher und den Druck auf Unterrichtsministerin Schmied verstärken. All das würde dazu führen, dass auch die öffentlichen Schulen wieder attraktiver werden, dass Eltern nicht Schulden riskieren müssen, um ihren Kindern möglichst gute Bildung angedeihen zu lassen, und dass weniger Eltern frustriert sind, weil ihre Kinder keinen Platz an ihrer Wunschschule bekommen."

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