Kleinunternehmer: Lohnnebenkostenbefreiung für den 1. Mitarbeiter hat Priorität

Zehetner: EPU-Studie zeigt Handlungsbedarf bei Beschäftigungseffekten auf

Wien (PWK929) - Die neue Studie zu Ein-Personen-Unternehmen (EPU), die von der KMU-Forschung Austria durchgeführt und auf der Homepage des BMWA abrufbar ist, zeigt politischen Handlungsbedarf im Bereich des Arbeitsmarktes auf: "39 Prozent der Ein-Personen-Unternehmen planen mittelfristig Mitarbeiter einzustellen. Um diese Beschäftigungseffekte auch wirklich auslösen zu können, benötigen die Selbstständigen gerade im Steuerbereich Unterstützung. Unsere Kernforderung, nämlich die Lohnnebenkostenbefreiung für den ersten Mitarbeiter in den ersten zwölf Monaten bleibt aufrecht", betont die in der WKÖ für den EPU Bereich zuständige Abteilungsleiterin, Elisabeth Zehetner.

Laut Studie hat etwa ein Viertel der Betriebe die in den nächsten Jahren Arbeitsplätze schaffen, vor, in den nächsten drei bis fünf Jahren mindestens eine Vollzeitkraft einzustellen. Ein Drittel der Befragten führt an, mindestens eine Teilzeitkraft dauerhaft engagieren zu wollen. "Somit ist mit einem mittelfristigen Beschäftigungseffekt von über 34.000 geschaffenen Arbeitsplätzen durch die derzeit aktiven Ein-Personen-Unternehmen der Gewerblichen Wirtschaft zu rechnen, wenn die Rahmenbedingungen stimmen", so Zehetner.

Durch die im Regierungsprogramm vorgesehene Erhöhung des Freibetrags von derzeit 10 % auf 13 % wird ab 2010 die langjährige Forderung der Wirtschaftskammer nach einem Ausgleich zum 13. und 14. Gehalt, der einkommenssteuerpflichtigen Selbstständigen nicht zusteht, erfolgreich umgesetzt. Dadurch wird die notwendige Basis zur Stärkung des Eigenkapitals gelegt, die gerade bei der Erweiterung des Betriebes von enormer Bedeutung ist.

Wie sich gezeigt hat, stellt die Einstellung einer ersten MitarbeiterIn für Ein-Personen-UnternehmerInnen einen besonders großen Schritt dar. Um den Selbstständigen in dieser Situation eine bessere Entscheidungsgrundlage zu geben, hat die Wirtschaftskammer einen Break-Even-Rechner entwickelt, der den erforderlichen neuen Umsatz berechnet, mit dem alle zusätzlichen Personalkosten abgedeckt sind. Das kostenlose Online-Tool steht am EPU-Portal unter http://epu.wko.at zur Verfügung.

In Ergänzung wird derzeit ein Personalsuche- und auswahlleitfaden erstellt, der eine wertvolle Unterstützung bei der erstmaligen Personalsuche sein wird und Ende 2008 am EPU-Portal verfügbar sein wird. (us)

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