ÖVP Wien: Volkskundemuseum auf dem Scheideweg

Politische Lösung muss rasch gefunden werden

Wien (VP-Klub) - Die Institution Volkskundemuseum in der
Josefstadt ist am Scheideweg - sowohl das Museum an sich, als auch das Palais Schönborn in der Laudongasse, in dem es beheimatet ist. Das hat der Gipfel zur Zukunft des Volkskundemuseums gestern deutlich gezeigt. Die rechtliche Konstruktion des Vereins, der das Museum betreibt, die völlig unzeitgemäße Vertragssituation mit der Stadt Wien als Gebäudeeigentümerin und auch die zukünftige Eingliederung in die Museumslandschaft des Bundes sind sehr offen und zielgerichtet am gestrigen Gipfel diskutiert worden.

Dringend notwendige Sanierungsmaßnahmen am Gebäude werden jedenfalls schon sehr bald von der MA34 in Angriff genommen, damit die Gefahr "gegen Leib und Leben" einmal gebannt ist. Eventuell drohende Regressforderungen an den Betreiberverein, der als Mieter laut Vertrag auch diese Erhaltungsarbeiten zu leisten gehabt hätte, sind zunächst vom Tisch.

Solche Regressforderungen hätten dramatische Auswirkungen. Sie würden das unmittelbare Aus des Betreibervereins und damit des Museums zur Folge haben. Dadurch würden die Bestände an den Bund gehen und das Gebäude wäre ohne Mieter für die Stadt Wien plötzlich wieder verwertbar.

"Eine derartige Zerschlagung einer gewachsenen Kulturinstitution wäre allerdings barbarisch. Hier sind politische Grundsatzentscheidungen zu treffen, um das Museum ins 21. Jahrhundert führen zu können", so ÖVP Josefstadt Bezirksrat Florian Mauthe.

Gespräche zwischen Museum und Bund wurden jedenfalls aufgenommen. Auf dem gestrigen Gipfel, der in Anwesenheit von Bezirkspolitikern aller Fraktionen sonst ausschließlich auf Beamtenebene stattfand, war eine solche politische Entscheidung leider noch nicht zu erwarten.

"Jetzt liegt es an den Stadträten Ludwig und Mailath-Pokorny gemeinsam mit ihrer Parteikollegin Ministerin Schmied den politischen Willen zu zeigen und rasch eine für das Museum dauerhafte Konstruktion zu finden", so ÖVP Wien Kultursprecher LAbg. Franz Ferdinand Wolf abschließend.

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