BZÖ-Haubner: Hebammenberatung und -betreuung nicht im Mutter-Kind-Pass!

BZÖ wird erneut parlamentarische Initiative starten

Wien 2008-11-29 (OTS) - Heute läuft die Begutachtungsfrist für die neue Mutter-Kind-Pass-Verordnung aus. Wieder hat es nur leere Versprechungen gegeben und wieder ist die BZÖ-Forderung nach einer Berücksichtigung der Hebammenberatung und -betreuung trotz positiver Zusagen nicht eingehalten worden. Während die interne Untersuchung im Entwurf abgeschafft und ein Glucosetoleranztest und die zusätzliche Ultraschalluntersuchung eingeführt werden sollen, wurde auf die Einführung einer Hebammenberatung und -betreuung im Rahmen des Mutter-Kind-Passes verzichtet. "Bereits im Sept. 2007 wurde vom BZÖ ein diesbezüglicher Antrag eingebracht, wo die Gesundheitsministerin aufgefordert wird eine Hebammenberatung und -betreuung im Rahmen des Mutter-Kind-Pass-Programms vorzusehen, damit die Förderung und Erhaltung der Gesundheit von Mutter und Kind von der Schwangerschaft bis hin zu den ersten Lebensjahren des Kindes weiterentwickelt und gesichert werden können. Leider wurde dieser Antrag mit den Stimmen von SPÖ und ÖVP vertagt und jetzt offensichtlich entsorgt", so BZÖ-Familiensprecherin Ursula Haubner.

Haubner begründet ihren mittlerweile mehrjährigen Kampf für die echte Verbesserung für Mütter folgendermaßen: 15-20% der Frauen haben aufgrund von psychosozialen Vorbelastungen, finanziellen, partnerschaftlichen oder seelischen Krisen nicht die Chance, dieses Ereignis beglückend erleben zu können. Mit einem Beratungsangebot durch Hebammen könnte eine Orientierungshilfe bei Fragen, Sorgen und Ängsten während der Schwangerschaft und zur Geburt für werdende Mütter geschaffen werden. Die Hebammenbetreuung würde zur optimalen Unterstützung der Gesundheit der Frauen beitragen und auch bei Stimmungsschwankungen, bei Gefühlen der Überforderung durch die Mutterrolle oder Schreibabys, beim Fragen zum Stillen und zur Ernährung eine große Hilfe für die Mütter darstellen. Zur Förderung und Erhaltung der Gesundheit von Mutter und Kind von der Schwangerschaft bis hin zu den ersten Lebensjahren des Kindes sollte daher zusätzlich eine Hebammenberatung und -betreuung im Rahmen des Mutter-Kind-Pass-Programmes eingeführt werden. Laut einer Studie der Stadt Wien hat die Beratung und Betreuung von Hebammen während der Schwangerschaft zu sehr positiven Auswirkungen geführt.

Haubner kritisiert massiv, dass diese BZÖ-Initiative von SPÖ und ÖVP trotz positiver Anzeichen ignoriert wurde und kündigt an, dass das BZÖ bereits in der nächsten Sitzung des Nationalrates eine neue Initiative für den Ausbau des Mutter-Kind-Passes starten wird.

Rückfragen & Kontakt:

Pressereferat Parlamentsklub des BZÖ

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | BZC0001