Gutscheine, Umtausch und Co: Bei Weihnachtseinkäufen den Durchblick bewahren

Die wichtigsten Regeln vor dem ersten Einkaufssamstag vor Weihnachten

Wien (AKNÖ) - Auch wenn die KonsumentInnen bei den Weihnachtseinkäufen heuer sparen dürften: So viel gekauft wie in den nächsten Wochen wird das ganze Jahr nicht. Um so wichtiger, dass KonsumentInnen den Durchblick bewahren und wissen, was ihre Rechte sind, findet die niederösterreichische Arbeiterkammer. Ein kleiner Leitfaden vor dem ersten Einkaufssamstag vor Weihnachten soll helfen.

Gutscheine werden immer beliebtere Weihnachtsgeschenke. "Man gibt damit den Beschenkten eine größere Freiheit, sich das auszusuchen, was sie wollen", sagt Manfred Neubauer von der Konsumentenschutzabteilung der niederösterreichischen Arbeiterkammer. "Allerdings sollte man immer auf die Befristung achten". Es sei rechtlich zulässig, dass ein Gutschein nur eine bestimmte Zeit lang einlösbar ist. "Wenn man zum Beispiel einen Gutschein von einem Buchhändler schenkt, darf dort drauf stehen, dass der nur bis 1.7. 2009 gilt", sagt Neubauer. Gutscheine ohne Ablaufdatum gelten 30 Jahre lang. "Allerdings gilt nur der aufgedruckte Betrag. Inflationsangepasst wird er sicher nicht".

Umtausch: Vorher absichern

Wer sich für die klassische Variante entscheidet - ein Buch etwa oder ein Kleidungsstück, kann sich vorher absichern. "Es ist ja möglich, dass dem oder der Beschenkten die Jacke zu groß ist, die Farbe nicht passt oder er oder sie sich was anderes gewünscht haben", sagt Neubauer. "Da ist es ratsam, sich vorher abzusichern und mit dem Händler zu vereinbaren, dass ein Umtausch möglich ist". Das ist Verhandlungssache: "Ein Umtausch ist eine freiwillige Vereinbarung, die man sich etwa auf der Rechnung vermerken lassen sollte. Für den Händler gibt es keine Verpflichtung, dass er so eine Vereinbarung trifft. Aber wenn, muss er sich daran halten". Möglich ist, dass ein Umtausch an Bedingungen geknüpft wird. "Manche Händler verlangen, dass die Originalverpackung mitgebracht wird wie bei Videospielen oder DVD’s", sagt Neubauer. Bei vielen Produkten seien solche Bedingungen auf der Verpackung oder der Rechnung ersichtlich.

Gewährleistung gilt zwei Jahre lang

Kein freiwilliges Angebot ist die Gewährleistung. "Ein Händler ist verpflichtet, ein schad- oder mangelhaftes Produkt zwei Jahre lang zurückzunehmen", erklärt Neubauer. "Dann muss es entweder repariert oder gegen ein neues getauscht werden". Bei Massenartikeln werden die Waren meist getauscht, bei teureren Geräten wird meist repariert. "Man sollte aber aufpassen: Wenn man erst ein halbes Jahr nach dem Kauf kommt, muss man selbst beweisen, dass das Produkt schon defekt war, als es gekauft wurde". Die Gewährleistung gilt nicht, wenn unsachgemäße Handhabung durch den Konsumenten zu dem Mangel geführt hat

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