Barbara Prammer: Tiefe Betroffenheit über Hinrichtung von Wo Weihan

Wien (PK) - Die Präsidentin des österreichischen Nationalrates zeigte sich heute zutiefst betroffen über die Nachricht der heute erfolgten Hinrichtung von Wo Weihan durch China. "Diese Hinrichtung führt uns allen erneut vor Augen, wie verabscheuungswürdig das Instrument der Todesstrafe ist. Ich drücke den Angehörigen und Freunden von Herrn Wo mein zutiefst empfundenes Beileid aus." Die Volksrepublik China müsse sich den Vorwurf gefallen lassen, besonders menschenverachtend vorgegangen zu sein, nachdem der EU-Präsidentschaft und Österreich gestern noch Hinweise durch das Außenministerium zugegangen waren, die vermuten ließen, dass eine Exekution nicht unmittelbar bevorsteht. "Dass die Hinrichtung am Tag des EU-China-Menschenrechtsdialogs stattfand, ist eine besonders provokante Geste Chinas", stellte Prammer fest.

In China werden weltweit die meisten Menschen jährlich hinrichtet. Gemeinsam mit Bundespräsident Heinz Fischer und Außenministerin Ursula Plassnik hatte sich die Präsidentin in den vergangenen Monaten bei der chinesischen Staatsspitze für das Leben von Herrn Wo Weihan eingesetzt. Her Wo hat zwei österreichische Töchter. "Ich werde meine parlamentarischen Kontakte weiterhin nützen, um für ein weltweites Verbot der menschenunwürdigen Praxis der Todesstrafe einzutreten", schloss Prammer. (Schluss) =

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