ASFINAG: Bauprogramm für Kärntner Autobahnen 2009 ist 75 Millionen Euro schwer

Großmaßnahmen sind A2-Generalsanierung zwischen Velden Ost und Velden West sowie Sanierung des Wolfsbergtunnels auf der A 10

Griffen (OTS) - Ein volles Bauprogramm bietet die ASFINAG im kommenden Jahr auf und abseits den Kärntner Autobahnen und Schnellstraßen. Herzstücke sind die Generalsanierungen der A 2 Süd Autobahn zwischen Velden Ost und West, des Wolfsbergtunnels sowie die Fertigstellung der Zentralwarte Klagenfurt. In Summe investiert die ASFINAG in Kärnten im Jahr 2009 insgesamt 75,4 Millionen Euro.

Landeshauptmann Gerhard Dörfler sagt zum ASFINAG-Bauprogramm: "Die Investitionen der ASFINAG bringen viele Verbesserungen für alle Verkehrsteilnehmer und auch für Anrainer und bedeuten vor allem ein großes Plus an Verkehrssicherheit. Wirtschaftsbelebung, Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen haben absoluten Vorrang. Mit dem starken ASFINAG-Bau- und Sanierungsprogramm wird dazu ein ganz wesentlicher Beitrag geleistet."

"Wie bei allen Baumaßnahmen, die unter Verkehr durchgeführt werden, haben wir auch das Bauprogramm 2009 hinsichtlich der Kundenverträglichkeit abgestimmt. So wird es etwa bei der Generalsanierung des Wolfsbergtunnels eine Baupause im Sommer geben. Auch Die Generalsanierung Velden haben wir zeitlich so eingetaktet, dass wir noch vor dem Sommer-Reiseverkehr die Verkehrsumlegung abgeschlossen haben", erklärt Gernot Brandtner, Geschäftsführer der ASFINAG Bau Management Gesellschaft.

A 2 Süd Autobahn - Generalsanierung zwischen Velden Ost und Velden West (ca. 3 km)
Mit der Sanierung dieses letzten Teilstückes wird die Erneuerung der von 1968 und 1970 errichteten Verbindung zwischen Klagenfurt und Villach abgeschlossen. Fahrbahn und Brücken weisen in diesem Bereich bereits erhebliche Schäden auf. Die Erneuerung erfolgt großteils in Betondeckenbauweise. Die Brücken V 07 (Unterführung Römerbach, Länge 36m), V08.1 (Wegunterführung, Länge 67m) und V10 (Wegunterführung Kranzelhofen, Länge 151m) werden im Zuge der Generalsanierung komplett neu errichtet (ca. 7.500m2 Brückenneubau), das Objekt V08 (Unterführung Göriacherweg, Länge 22m) wird verstärkt. Den Richtlinien des BMVIT entsprechend werden circa 13.300m2 Lärmschutzwände neu errichtet. Weiters werden ca. 3.500 m2 Lärmschutz-Kassetten getauscht.
Verkehrsführung: Der Verkehr wird im 4+0-System (zwei Fahrstreifen pro Richtung auf derselben Richtungsfahrbahn mit baulicher Mitteltrennung) geführt. Lediglich zur Herstellung der Mittelstreifenüberfahrten wird es im Februar 2009 eine circa zweiwöchige Einengung auf jeweils einen Fahrstreifen geben. Nach Fertigstellung der Richtungsfahrbahn Italien wird der Verkehr noch vor dem Sommer-Reiseverkehr (22. Juni 2009) auf die neue Fahrbahn umgelegt (kurze Einengungen auf eine Spur im Zuge der Umlegung erforderlich). Die Bauarbeiten beginnen am 16. Februar und enden am 13. November 2009. Teile des Lärmschutzes im Anschluss an den Generalsanierungsbereich werden im Frühjahr 2010 realisiert. Im Zuge der Generalsanierung wird auch die Lichtwellenleiter-Verbindung zwischen Klagenfurt und Villach fertig gestellt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 19,1 Millionen Euro.

A 10 Tauern Autobahn: Spittal/Millstättersee - Spittal Ost:
Generalsanierung Wolfsbergtunnel (ca. 3,2 km)
Die 35 Jahre (Weströhre - Richtungsfahrbahn Villach) beziehungsweise 20 Jahre (Oströhre - Richtungsfahrbahn Salzburg) alten Röhren des Wolfsbergtunnels werden umfassend saniert, wobei in der Weströhre auch die Tunnel-Innenschale sowie die Fahrbahn erneuert werden. In beiden Röhren werden zusätzliche Notruf- und Feuerlöschnischen errichtet. Beide Tunnelröhren werden hinsichtlich Betriebs- und Sicherheitstechnik auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Neben den Tunnelröhren werden auch Freiland- und Brückenabschnitte in den an den Tunnel angrenzenden Bereichen generalsaniert.
Baubeginn für die Richtungsfahrbahn Villach ist der 14. September 2009. Die Arbeiten sollen zum 31. Juni 2010 abgeschlossen sein. Nach der Sommerpause wird vom 13. September 2010 bis zum 17. Dezember 2010 die Richtungsfahrbahn Salzburg in Angriff genommen. Der Verkehr wird in den Bauphasen jeweils im Gegenverkehr durch die frei bleibende Röhre des Wolfsbergtunnels geführt. Die Gesamtkosten betragen 25,8 Millionen Euro.

A 2 Süd Autobahn: Generalsanierung der Anschlussstelle Bad St. Leonhard (ca. 4,2 km)
Die Sanierung des längsten Autobahn-Zubringers Österreichs umfasst die Erneuerung der unteren und oberen ungebundenen Tragschichten sowie der bituminösen Trag- und Deckschichten, die Instandsetzung der fünf Brückenobjekte und der Fahrbahnentwässerungen sowie die Herstellung der Gewässerschutzanlagen (Filter- und Auffangbecken). Die Sanierung erfolgt in zwei Bauabschnitten. Vom 4. Mai 2009 wird es am Zubringer im Bereich der Brücken eine Ampelregelung geben, weil auf der Umleitungsstrecke die Ortsdurchfahrt Frantschach/St. Gertraud generalsaniert wird. Nach Abschluss dieser Baumaßnahme im untergeordneten Netz Ende Juli 2009 wird die Abfahrtsspur Bad St. Leonhard gesperrt. Die Fertigstellung des Zubringers wird für Ende Oktober 2009 erwartet. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 11,4 Millionen Euro.

Lärmschutzmaßnahmen
1. A 10 Tauern Autobahn: Umwelt-Entlastungsmaßnahmen Seeboden: Rampe Lendorf-Villach (Richtungsfahrbahn Villach): 23. März 2009 - 30. April 2009 - 1 Million Euro - keine Behinderungen auf der Hauptfahrbahn

2.A 2 Süd Autobahn: Anschlussstelle Villach Faaker See - Kleinsattel und Maria Gail (Richtungsfahrbahn Wien): Erneuerung und Erhöhung der bestehenden Lärmschutzwände (ca. 7.000 m2): 16. März 2009 - 15. Mai 2009 - 1,5 Millionen Euro - keine Behinderungen auf der Hauptfahrbahn

A 2 Süd Autobahn: Generalsanierung der Brücke V 53 (Gailitzbrücke Greuth) im Bereich Arnoldstein (ca. 1,8 km Verkehrsführung)
Bereits im Vorjahr wurde die 230 Meter Brücke auf der Richtungsfahrbahn Wien generalsaniert. Ab dem 23. März 2009 wird die Richtungsfahrbahn Italien einer Instandsetzung unterzogen. Die Arbeiten sollen per 26. Juni 2009 - also rechtzeitig vor dem Sommer-Reiseverkehr - abgeschlossen werden. Die Baukosten für 2009 liegen bei 1,6 Millionen Euro; in Summe schlägt sich die Sanierung des Objektes insgesamt mit 3,3 Millionen Euro zubuche.

Zentralwarte Kärnten
Im April 2009 wird die neue Zentralwarte in Klagenfurt in Betrieb gehen. Von dort aus werden dann 226 Kilometer Freiland und 49 Kilometer Tunnelstrecke überwacht. Die Bilder von 320 Überwachungskameras werden in die neue Zentralwarte integriert. Aber auch die Notrufe aus dem Freiland sowie diverse Sensoren (Glatteis-Warnanlagen) werden dort permanent im Auge behalten und bearbeitet. In Summe werden 70.000 Datenpunkte in das neue Prozess-Leitsystem der Zentralwarte eingebunden. Auf zwei Bedienplätzen wird es ab April 2009 rund um die Uhr eine Doppel-Besetzung mit zwei Operatoren geben. Im neu gestalteten Krisen-Interventionsraum können im Ereignisfall auch Vertreter von Einsatzkräften ihren Funkverkehr abwickeln. Die Adaptierung der Warte Klagenfurt zur Zentralwarte Kärnten kostet 7,6 Millionen Euro.

Verkehrsbeeinflussungsanlage (VBA) Umwelt Kärnten
Das Sanierungsgebiet gemäß Immissionsschutzgesetz Luft (IG-L) erstreckt sich von Kärnten auf der A 2 Süd Autobahn von Klagenfurt Ost bis Klagenfurt Flughafen. Der VBA Umwelt Kärnten ist mit sieben vollelektronischen Anzeigequerschnitten ausgestattet, die zwischen Klagenfurt Ost und Klagenfurt West errichtet wurden. "Sie schalten nur dann auf Tempo 100, wenn ein Feinstaub-Grenzwert überschritten wird. Es gibt davor Schwellenwerte. Bei Erreichen eines solchen, errechnet die Anlage unter Zuhilfenahmen der Verkehrs- und Wetterdaten eine Schaltempfehlung - eine Schaltung auf Tempo 100 kann die Folge sein, muss es aber nicht", erklärt Gernot Brandtner. Vorteil für die ASFINAG: Die VBA kann auch vor Gefahren wie Geisterfahrer, Glatteis, Nebel, Unfall, etc. warnen und bietet so mehr Verkehrssicherheit auf der Nordumfahrung Klagenfurt. Für die Umsetzung der VBA Umwelt Kärnten wurden für sieben Anzeigequerschnitte 23 Fundamente errichtet und ca. 10.000 Meter Datenleitungen verlegt. Der Betriebsbeginn der VBA Umwelt Kärnten ist noch vor Weihnachten 2008 geplant.

Die weiteren Meilensteine im Jahr 2009:
1. Die Planungen für die Klagenfurter Schnellstraße S 37 werden fortgesetzt.
2. Der Katschbergtunnel wird am 2. Mai 2009 in den Vollbetrieb gehen. 3. Beim Tauerntunnel wird der Vortrieb im Jänner 2009, die baulichen Tätigkeiten generell Ende September 2009 abgeschlossen sein. Dann beginnt die Montage der elektromaschinellen Ausstattung. Die Verkehrsfreigabe der neuen Röhre soll Ende April 2010 erfolgen. Nach der Sanierung der Bestandsröhre soll der Vollbetrieb mit 30. Juni 2011 laufen.

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Volker Höferl
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