Grüne: "Entsetzen" über Hinrichtung von Wo Weihan durch chinesische Behörden

Lunacek und Korun verlangen Termin bei Botschafter Ken Wu

Wien (OTS) - "Entsetzt" reagierten heute Außenpolitiksprecherin Ulrike Lunacek und Menschenrechtssprecherin Alev Korun auf die Nachricht über die erfolgte Hinrichtung des chinesischen Staatsbürgers Wo Weihan, der mehrere Jahre in Österreich gelebt hatte und dessen beide Töchter österreichische Staatsbürgerinnen sind. "Die chinesische Führung gibt sich in der Frage der Todesstrafe unerbittlich, wie auch Menschenrechtsorganisationen immer wieder kritisieren," so die beiden Abgeordneten der Grünen. Im Fall von Wo Weihan hätten leider nicht einmal die wochenlangen Bemühungen des österreichischen Außenministeriums geholfen, nun solle Noch-Außenministerin Plassnik den chinesischen Botschafter in Wien, Ken Wu, aus Protest ins Außenamt zitieren, so Lunacek und Korun. Die beiden Abgeordneten der Grünen werden selbst einen Termin bei Botschafter Ken Wu verlangen, "um unseren Protest gegen die Ausübung der Todesstrafe in China im allgemeinen, und im Falle Wo Weihan im besonderen, zu deponieren. Außerdem werden wir diese Gelegenheit nutzen, um auch andere Problembereiche wie Tibet, den Umgang mit ethnischen Minderheiten und kritischen JournalistInnen oder mit dem EU-China-Dialog anzusprechen," so Lunacek und Korun abschließend.

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