Fachverband Finanzdienstleister wehrt sich gegen ganze Branche diskriminierende Aussagen seitens Grünabgeordnetem Peter Pilz

Untragbare Pauschalverurteilung aller Finanzdienstleister, mit der Konsumenten grundlos verunsichert werden

Wien (PWK923) - Peter Pilz, Nationalratsabgeordneter der Grünen, behauptet, mehr als 100.000 Anleger wären getäuscht worden und hätten Finanzdienstleistungen ohne Risikoaufklärung erhalten. Diese Aussage steht in Unkenntnis der umfangreichen Ausübungsvorschriften für Finanzdienstleister. Keinesfalls ist richtig, dass die Risikoaufklärung systematisch vernachlässigt worden sei. Komm.Rat Wolfgang K. Göltl, Obmann des Fachverbands Finanzdienstleister:
"Allfällige schwarze Schafe unter den Beratern dürfen nicht zu einer Verurteilung eines ganzen Unternehmens oder der gesamten Branche führen!" Probleme bei einzelnen Beratungen müssen seriöser Weise Fall für Fall geprüft werden.

Die von Pilz scharf kritisierten Maßnahmen einzelner Bankinstitute im Rahmen der Fremdwährungsfinanzierung - wie u.a. Zwangskonvertierungen in Euro - sind auch dem Fachverband Finanzdienstleister ein Dorn im Auge. Konsumenten sind gut beraten, sich vor allem auch in schwierigen Zeiten an einen unabhängigen Finanzexperten zu wenden, der aufgrund seiner Fachkenntnis bei den Verhandlungen mit den Banken wertvolle Unterstützung leisten kann.

Unverständlich erscheint der Vorwurf der mangelnden Ausbildungsqualität: "Die Hälfte der selbständigen Berater muss bei einer unabhängigen Einrichtung eine Prüfung zum Qualifikationsnachweis erbringen, die andere Hälfte muss - wie auch im Bankenbereich üblich - intern ausgebildet werden", so Göltl. Gerade bei den ins Visier genommenen Finanzdienstleistungsassistenten (FDLA) sind Wertpapierunternehmen - die einer Konzessionierung durch die Finanzmarktaufsicht (FMA) bedürfen - als Rechts- und Haftungsträger der FDLA verpflichtet, fachliche Kenntnisse zu gewährleisten. Zudem hat die Finanzmarktaufsicht insbesondere in letzter Zeit mit Erfolg die Ausbildung in den Betrieben kontrolliert.

Im Übrigen beruht die Forderung einer Kontrolle konzessionierter Finanzberater - d.h. Wertpapierdienstleister - seitens der Finanzmarktaufsicht (FMA) auf Unkenntnis, dass diese bereits jetzt der Kontrollaufsicht der FMA unterliegen.

Darüber hinaus vergisst Pilz offenkundig, dass bereits im Rahmen der Novelle des Wertpapieraufsichtsgesetzes 2007 die Offenlegung der Provisionen beschlossen wurde und seit November 2007 geltendes Recht ist.

Abschließend hält Obmann Göltl fest: "Gerade aufgrund ihrer Unabhängigkeit von Produktanbietern und Banken garantieren Finanzdienstleister die bestmögliche Beratung und Interessensvertretung für die Kunden. Der Kunde steht damit nicht alleine der Bank gegenüber."

Der Fachverband Finanzdienstleister vertritt mehr als 14.000 aktive Unternehmerinnen und Unternehmer aus den Bereichen Wertpapierdienstleistung, Vermögensberatung, Kreditvermittlung, Kreditauskunfteien, Leasing sowie Versteigerung. (JR)

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