"Kärntner Euro gegen den Teuro"

LH Dörfler und LR Dobernig: Kärntner Teuerungsausgleich stärkt Einkommen der Menschen und heimische Wirtschaft - 100 bzw. 200 Euro werden ausbezahlt

Klagenfurt (LPD) - Auch heuer wird es vor Weihnachten wieder den Kärntner Teuerungsausgleich als unbürokratische und direkte Hilfe für einkommensschwache Menschen geben. Landeshauptmann Gerhard Dörfler und Finanzlandesrat Harald Dobernig stellten, heute, Freitag, in einer Pressekonferenz die Details vor. Für anspruchsberechtigte Alleinstehende bzw. Ehepaare gibt es 100 Euro, Familien mit mindestens drei Kindern erhalten erstmals 200 Euro, also um 50 Euro mehr als im Vorjahr. Ab nächster Woche sind die Antragsformulare erhältlich. Die erste große Auszahlungsaktion findet am 6. Dezember von 9.00 bis 16.00 Uhr in der Kärntner Landesregierung in Klagenfurt statt. Weitere Termine gibt es vor Weihnachten in den Bezirken, auch die Bürgerbüros in Klagenfurt und Villach zahlen aus. Dörfler und Dobernig sprachen von 32.000 bis 35.000 möglichen Anspruchsberechtigten.

"Der Teuerungsausgleich ist ein sozialer Weihnachtsstern, den die Menschen gerade in Zeiten der Teuerung sehr brauchen", meinte der Landeshauptmann. Dies umso mehr, als der Bund aufgrund seiner rigiden Steuerpolitik sogar von verheirateten, allein verdienenden Mindestrentnern Steuern abverlange. Vom Teuerungsausgleich für Pensionisten habe der Bund wiederum 40 Prozent einkassiert. Dörfler machte auch deutlich, warum es in Kärnten die großen Auszahlungsaktionen gibt: "Uns ist das direkte Gespräch mit den Menschen wichtig. Die Bevölkerung ist unser Spiegel, sie teilt uns mit, wo die Politik ansetzen muss." Dies würden auch konkrete Zahlen bestätigen: 12.562 Menschen haben sich laut Dörfler im Vorjahr ihren Teuerungsausgleich direkt auszahlen lassen. Insgesamt haben 20.688 Personen die Zahlung erhalten, dazu kamen noch 685 Härtefälle, die "am Papier" eigentlich nicht anspruchsberechtigt gewesen wären.

Finanzlandesrat Dobernig sagte, dass der Teuerungsausgleich voll dem Motto "Arbeit sichern, Einkommen stärken" entspreche. "Wir setzen damit einen weiteren Schritt zur Einkommensstärkung und werden auch den Bedürfnissen der Menschen gerecht." Bestätigt habe dies eine aktuelle Studie des IHS Kärnten, an der 1.000 Empfänger teilgenommen haben. "Viele haben ergreifende Kommentare auf die Fragebögen geschrieben und sich für das Geld bedankt", so Dobernig. Herausgekommen sei auch, dass das ausbezahlte Geld zu 100 Prozent in Kärnten bleibe. Die Menschen würden es für Energie, Nahrungsmittel und Mittel des täglichen Bedarfs verwenden. "So profitiert auch die heimische Wirtschaft von unserer Sozialleistung." Das Durchschnittsalter der Empfänger liegt laut IHS bei 62 Jahren, mehr als drei Viertel sind Frauen.

Anspruchsberechtigt für den Teuerungsausgleich sind Pensionisten mit Ausgleichszulage, Bezieher der allgemeinen Wohnbeihilfe, Bezieherinnen des Kärntner Müttergeldes und Bezieher des Familienzuschusses. Der Hauptwohnsitz muss seit mindestens zwei Jahren in Kärnten liegen. Zur Auszahlung sind mitzubringen: ein amtlich gültiger Lichtbildausweis, ein Meldezettel, ein Nachweis über den Bezug der Ausgleichszulage bzw. der Wohnbeihilfe, des Kärntner Müttergeldes, des Familienzuschusses. Für Familien mit mehr als drei Kindern ist ein Nachweis erforderlich, dass die Kinder das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und im selben Haushalt leben. "Wer schon im Vorjahr den Teuerungsausgleich bekommen hat, ist bei uns im Computer registriert. Dann geht heuer die Auszahlung schnell und auf Knopfdruck", erklärte Bürgerbüro-Leiter Siegfried Wuzella.

Im Zuge der Pressekonferenz strich der Landeshauptmann auch die familien- und sozialpolitischen Leistungen Kärntens im Allgemeinen hervor. So habe das Land 1999 insgesamt 20,9 Mio. Euro für die Familien aufgewendet, heuer seien es 63,5 Mio. Euro gewesen. Das sei eine Steigerung um 304 Prozent. Pro Jahr und Kind hätten die Aufwendungen des Landes 1999 noch 215 Euro betragen und 2008 bereits 765 Euro. "Wir wollen Familie leistbar machen und waren daher bei vielen Initiativen, wie dem Kindergeld, Vorreiter in Österreich", so Dörfler.
(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Kärntner Landesregierung
Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
http://www.ktn.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NKL0001