"Sternsinger"-Appell an neue Regierung: Entwicklungshilfe erhöhen

Derzeitiges Engagement der Regierung ist "beschämend" - Zusätzliche 200 Millionen Euro pro Jahr notwendig, um UN-Milleniumsziele zu erreichen

Wien, 28.11.08 (KAP) Mehr Engagement der Regierung bei der Entwicklungszusammenarbeit hat die Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar eingefordert. Die Zurückhaltung des österreichischen Staates, wenn es um die Unterstützung die Entwicklungsländer geht, sei "beschämend", heißt es dazu in einer Presseaussendung. Als reiches Land und als Nutznießer der globalen Wirtschaftsstrukturen habe Österreich eine Verantwortung gegenüber den Menschen in den Ländern des Südens.

Die "Sternsingeraktion" kritisiert, dass im neuen Regierungsprogramm zwar die Rede davon sei, dass die Mittel "schrittweise und kontinuierlich substanziell angehoben" werden sollen, doch der gesamte Abschnitt "Entwicklungszusammenarbeit" sei mit einem Budgetvorbehalt versehen. Sie fordert von der neuen Regierung dementgegen einen verbindlichen Stufenplan zur Aufstockung der öffentlichen Mittel zur Entwicklungszusammenarbeit.

Dazu seien mindestens zusätzliche 200 Millionen Euro pro Jahr notwendig, um die als Millenniumsziel versprochenen 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens bis 2015 zu erreichen. "Das wäre ein echter Beitrag des österreichischen Staates, um für alle Menschen den Zugang zu den grundlegenden sozialen Dienstleistungen - wie Grundbildung, Gesundheitswesen, Ernährung, Trinkwasserversorgung und sanitäre Einrichtungen - sicherzustellen", heißt es von Seiten der Dreikönigsaktion.

90.000 engagierte Mädchen und Buben sowie 30.000 Erwachsene ziehen jedes Jahr rund um das Dreikönigsfest durch Österreich und sammeln Spenden für Hilfsprojekte in Entwicklungsländern. Jährlich werden mit diesen Spendengeldern mehr als 500 Projekte unterstützt und damit insgesamt rund eine Million Menschen erreicht. Im Vorjahr konnten die Sternsinger 13,4 Millionen Euro sammeln. Seit dem Beginn der Sternsingeraktion im Jahr 1955 wurden insgesamt 270 Millionen Euro aufgebracht. (forts.mgl.)
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