- 28.11.2008, 09:58:13
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ÖAMTC-Navigationsgeräte-Test: Preisdumping blockiert den Fortschritt (+Grafik, +Foto)
Schlechte Halterungen sind Gefahr für Verkehrssicherheit
Wien (OTS) - "Aufgrund der vorhergehenden
ÖAMTC-Navigationsgeräte-Tests wäre viel Verbesserungspotenzial bei
den Geräten vorhanden gewesen, es gibt aber keine Fortschritte", so
beschreibt ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl die Ergebnisse des aktuellen
Navigationsgeräte-Tests des Clubs. "Es scheint, als würden die
Hersteller an allen Ecken und Enden sparen, um die Gerätepreise
niedrig zu halten." Kein Wunder also, dass es für kein getestetes
Navigationsgerät zum "sehr gut" reicht. Bei den im Test vertretenen
elf Geräten holen sich drei ein "gut", sechs ein "befriedigend" und
zwei ein "genügend".
"Als würde die Zeit stehen bleiben beziehungsweise sich sogar
zurückdrehen", diesen Eindruck bekam der ÖAMTC-Techniker bei dem
sonst immer im Führungsfeld gelegenen Navigationsgerät TomTom GO 630
Traffic. "Es wird diesmal mit 'genügend' beurteilt. Der Hersteller
hat es noch immer nicht geschafft, die von uns kritisierte Halterung
nachzubessern." Während der Fahrt löst sich oft plötzlich der
Saugknopf von der Scheibe. Das TomTom fliegt dann regelrecht im
Fahrzeug herum. "So kann beispielsweise ein tragischer Unfall
ausgelöst werden, weil der Lenker vom Straßengeschehen abgelenkt
wird. Somit ist dieses sonst passable Gerät für die
Verkehrssicherheit nicht tragbar", stellt der ÖAMTC-Techniker fest.
Ebenfalls ein "genügend" bekommt das Route 66 Chicago 9000 Europa.
"Wobei man fairerweise sagen muss, dass beim Route 66 Chicago
teilweise auch die Routenführung falsch ist und der Akku nicht lange
hält", erklärt der ÖAMTC-Techniker.
Ein bisschen besser sieht es beim Blaupunkt Travelpilot 300, Mio
Moov 210, Navgear Streetmate GT-43 3D, Medion Gopal E4435, Becker
Traffic Assist Z200 und dem Clarion Map 780 aus. Diese Geräte
bekommen ein "befriedigend" verliehen. "Kritikpunkte führen von
unlogischer Menüstruktur über sehr kurze Akku-Laufzeit bis hin zu
langer Start- und Reaktionszeit nach der Zieleingabe", sagt der
ÖAMTC-Techniker.
Den Lichtblick bilden das Navigon 7210, Garmin Nüvi 550 und Falk
F10. Sie erreichen immerhin ein "gut". Das Garmin hat keine
Betriebsanleitung beigelegt und für das Navigon findet man sie nur
auf CD. Das Falk hat zwar seinen "Beipackzettel" dabei, allerdings
funktioniert die Zwischenzielplanung nur umständlich.
Fazit des ÖAMTC-Experten: "Würden es die Hersteller alle schaffen,
eine Betriebsanleitung in Papierform beizulegen und die Halterungen
voll funktionstüchtig bauen, wäre der Test für manche um einiges
besser ausgefallen. Ein preiswertes Produkt sollte nämlich nicht nur
günstig sondern auch gut sein."
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