Rotes Kreuz: Die Katastrophe AIDS

Wien (Rotes Kreuz) - "In der Humanitären Hilfe ist und bleibt HIV/AIDS eine große Herausforderung", sagt Wolfgang Kopetzky, Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes anlässlich des Welt-AIDS-Tages am 1. Dezember. In manchen Regionen der Welt - etwa im südlichen Afrika, in Osteuropa und in Teilen Asiens - nimmt die Verbreitung der Krankheit zu. "Weltweit leben 33 Millionen Menschen mit HIV, 15 Millionen Kinder haben durch AIDS ihre Eltern verloren", verdeutlicht Kopetzky das Ausmaß der Krankheit. "In Staaten mit einer hohen Verbreitung der Krankheit sind ihre Auswirkungen katastrophal. Sie reichen von sinkenden Wachstumsraten, sinkender Produktivität bis hin zu einem Zusammenbruch des Gesundheitssystems und des Bildungssystems. AIDS ist eine Krankheit, deren humanitären Folgen weitaus mehr Menschen betreffen, als infiziert sind."
Für Menschen, die an AIDS erkrankt sind, haben Naturkatastrophen wie Überflutungen oder tropische Stürme besonders dramatische Auswirkungen. Einerseits kann in solchen Krisensituationen ihre medizinische Versorgung nicht gewährleistet werden, andererseits sind sie durch das geschwächte Immunsystem von unhygienischen Zuständen -z.B. verschmutztem Trinkwasser - stark gefährdet. In der aktuellen Ausgabe des vom Roten Kreuz veröffentlichten "Word Disasters Report" befassen sich internationale Experten intensiv mit HIV/AIDS. Die Publikation steht unter folgendem Link zum Download bereit: Word Disasters Report 2008
Das Österreichische Rote Kreuz arbeitet derzeit an einem Projekt zur Gesundheitsförderung in Mosambik. "Teil dieses von der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit geförderten Projekts ist die HIV-Prävention", so Kopetzky. "Gerade in Gegenden, in denen der Wissensstand über HIV und AIDS gering ist, ist es wichtig, die Bevölkerung auf verschiedenste Wege darüber zu informieren, wie sie sich vor einer Ansteckung schützen können."

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