Pensionskassen: Hohe Zinssätze waren gemeinsame Entscheidung

Wien (OTS) - Die Pensionskassen widersprechen der Aussage des Leitenden Sekretärs des ÖGB, Bernhard Achitz, die Kassen hätten den Menschen "riesige Renditen vorgegaukelt". Fritz Janda, Geschäftsführer des Fachverbandes der Pensionskassen: "An den hohen Ertragserwartungen der Neunzigerjahre waren alle beteiligt, auch die Betriebsräte."

Die in den Neunzigerjahren für Zusatzpensionen kalkulierten Renditen waren das Ergebnis der sehr guten Erträge an den Kapitalmärkten. Die Festlegung dieser fiktiven Erträge war ein gemeinsamer Prozess von Arbeitgebern, Betriebsräten, Finanzberatern, Finanzaufsicht und den Pensionskassen. "Den Pensionskassen heute die Verantwortung dafür zu übertragen, ist Geschichtsfälschung," so Janda.

Janda: "Wir alle müssen zur Kenntnis nehmen, dass die Kapitalmärkte am Beginn des neuen Jahrtausends nicht mehr so hohe Erträge erwarten lassen. Seit einigen Jahren werden alle neuen Pensionskassen-Verträge nur noch mit einem maximalen Zinssatz von plus 3,5 Prozent pro Jahr abgeschlossen. Die Pensionskassen haben also aus der Vergangenheit bereits gelernt. Bei den alten Verträgen aus den Neunzigerjahren wären die Betriebsräte gut beraten, sich bei ihren Arbeitgebern für eine Reduktion der Zinssätze einzusetzen."

Rückfragen & Kontakt:

Fachverband der Pensionskassen
Dr. Fritz Janda
Tel.: (0) 5 90 900 4108
E-Mail: fvpk@wko.at
Web: http://www.pensionskassen.at

Agentur Skills
Mag. Niklas Jelinek
Tel.: (01) 505 26 25 27
E-Mail: jelinek@skills.at

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