Marek: Auf Frauen verzichten heißt Geld vernichten

Wirtschafts- und Arbeitsstaatssekretärin prämiert Sieger der "Initiative Frauenförderung"

Wien (BMWA-OTS) - Im Rahmen der Abschlussveranstaltung der "Initiative Frauenförderung" (www.frauenfoerderung.at) hat Wirtschafts- und Arbeitsstaatssekretärin Christine Marek gestern, Dienstag, gemeinsam mit Peter Takacs, Geschäftsführer der "austria wirtschaftsservice" (aws), die besten zehn Unternehmen, die ihre Frauenförderpläne bzw. Maßnahmen und Projekte zur besseren Stellung der Frau im Unternehmen eingereicht haben, mit je 10.000 Euro ausgezeichnet. "Die 'Initiative Frauenförderung' unter dem Motto 'Auf Frauen verzichten heißt Geld vernichten' sollte als Anreiz für Unternehmen dienen, sich in diesem Bereich verstärkt zu engagieren, und sie war ein erster Schritt, um Frauenförderung auch mit Mitteln der Wirtschaftsförderung zu forcieren. Das Signal, das wir damit geben wollten ist ganz klar: Frauenförderung ist mehr als 'guter Wille' seitens der Unternehmen", so Marek. Von Mitte Juni bis Mitte September sind 50 Unternehmen dem Aufruf gefolgt und haben ihre Frauenförderpläne und -projekte eingereicht.

Als Initiatorin dieses Wettbewerbs war es ihr Ziel, mit der "Initiative Frauenförderung" aufzuzeigen, dass österreichische Unternehmen im Bereich der Frauenförderung schon viel machen, dass es Unternehmen auch aus ökonomischen Gesichtspunkten etwas bringt, aktiv Frauen im Unternehmen zu fördern, und dass Unternehmen, die auf Frauenförderung setzen, erfolgreicher sind. "Frauenförderung bedeutet Nachhaltigkeit, Chancen zu verbessern und Chancen zu sichern", so die Staatssekretärin weiter, die besonders auch die Qualität und Intensität der eingereichten Projekte hervorhob. "Zahlreiche Unternehmen, darunter auch kleine, haben sich mit einer unglaublichen Phantasie und einem überdurchschnittlichen Engagement dem Thema Frauenförderung angenommen Davon war ich sehr positiv überrascht."

In ihren Ausführungen ging Marek auch auf die Bandbreite an Maßnahmen ein, die in österreichischen Betrieben zur Förderung von Frauen um- und eingesetzt werden. Dabei gehe es beispielsweise um Familienfreundlichkeit im Betrieb, Transparenz von Karrierewegen und Gehaltsstrukturen, den verstärkten Zugang und die Förderung von Frauen in atypischen Berufen, um spezielle Trainings und Schulungen für Frauen oder auch um gebündelte Maßnahmen, um bestehende Unterrepräsentanzen von Frauen zu beheben.

In diesem Zusammenhang wies Marek auch auf das neue Regierungsprogramm hin, das sie zum Thema "Frauen" federführend mitverhandelt hat. "Auch die neue Bundesregierung hat die Zeichen die Zeit erkannt und sich für die kommenden fünf Jahre ambitionierte Ziele in der Frauenpolitik gesteckt", so die Staatssekretärin, die besonders auf den auf ihre Initiative im Regierungsprogramm verankerten "Nationalen Aktionsplan für Gleichstellung" hinwies. Erstmals gebe es einen breiten Schulterschluss der Regierung gemeinsam mit den Sozialpartnern zur Gleichstellung von Frauen und Männern in der Arbeitswelt, zum Schließen der Einkommensschere und zur Förderung von Frauen in Spitzenpositionen. Gemeinsam mit der Wirtschaft werde man auch die Transparenz von Karrierewegen und Gehältern in Unternehmen und die Verankerung einer echten Selbstverpflichtung der Unternehmen zur Steigerung des Frauenanteils in Spitzenpositionen forcieren. Außerdem werde man auch Verbesserungen bei der Anrechenbarkeit von Kindererziehungszeiten für die Pension prüfen.

Die Sieger der "Initiative Frauenförderung"

"Auch wenn wir heute nur die besten zehn Unternehmen auszeichnen können, möchte ich betonen, dass alle Unternehmen, die eingereicht haben, für mich Sieger sind. Sie alle haben erkannt, dass es im Wettbewerb um die besten Köpfe notwendig ist, Maßnahmen im Bereich der Frauenförderung zu setzen und Gleichstellung als Angebot an die Mitarbeiterinnen zu machen. Es freut mich, Ihnen allen für Ihr Engagement und Ihren Pioniergeist meinen Dank aussprechen zu können. Ich hoffe, dass Sie alle als positive Beispiele vorangehen und zahlreiche Nachahmer finden", so Marek.

Eine hochkarätige, sozialpartnerschaftlich besetzte Jury hat aus den eingereichten Maßnahmen die besten zehn ausgewählt, die mit je 10.000 Euro prämiert wurden. Weiters wurde auch eine Broschüre aufgelegt, in der die prämierten Unternehmen und deren Maßnahmen detailliert dargestellt wurden.

Die Sieger:

  • Erste Bank der österreichischen Sparkassen AG/Wien
  • Forschungsgesellschaft Mobilität FGM/Graz
  • Kieslinger GmbH, Wohnmanufaktur seit 1977/Sigharting
  • KWB - Kraft und Wärme aus Biomasse GmbH/St. Margarethen/Raab
  • Netz + Plan LeitungsdokumentationsgmbH/Linz
  • NKE AUSTRIA GmbH/Steyr
  • Pagitsch Design GmbH/Tamsweg
  • Schatzdorfer Gerätebau GmbH & Co KG/Zipf
  • Steuer und Service Steuerberatungs GmbH/Wien
  • Technikon Forschungs- und Planungsgesellschaft mbH/Villach

HINWEIS: Fotos zur Veranstaltung, die Broschüre über die prämierten Unternehmen sowie nähere Informationen zur "Initiative Frauenförderung" finden Sie auf der Website des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit unter www.bmwa.gv.at bzw. unter www.frauenfoerderung.at

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