Wiener Budget 2009 - SP-Krotsch: "Entscheidende Impulse für den Forschungsstandort Wien!"

80 Millionen Euro für Forschung, Technologie und Entwicklung

Wien (SPW-K) - "Wien legt für 2009 ein Budget vor, das angesichts der zu erwartenden Auswirkungen der internationalen Finanzkrise entscheidende Impulse und wichtige Investitionen für die Zukunft Wiens vorsieht", sagte heute die Wiener Gemeinderätin Mag. Nicole Krotsch im Rahmen der Spezialdebatte Finanzen und Wirtschaftpolitik zum Budget 2009. "Vorausschauendes Investieren ist die beste Antwort in konjunkturell schwierigen Zeiten: Alleine im regulären Budget steigern wir die nachfragewirksamen Ausgaben um zusätzliche 573 Millionen Euro, darüber hinaus hat Wien ein Konjunkturpaket mit extra 100 Millionen Euro geschnürt: Für gezielte Investitionen in die Infrastruktur, in den Klimaschutz, in den Arbeitsmarkt und mehr Wirtschafts-, Technologie- und Forschungsförderung!"

Allein 80 Millionen Euro seien im Jahr 2009 für Forschung, Technologie und Entwicklung vorgesehen, unterstrich Krotsch. "Jeder Euro für Forschung und Technologie ist gut investiert - denn diese Investitionen haben mittelfristig die größten Wachstums- und Beschäftigungseffekte. Seit 2004 wurden die F&E-Ausgaben kontinuierlich erhöht, mit dem Voranschlag 2009 hat die Stadt erneut eine Steigerung vorgenommen." Aus diesem Grund ist es auch unumgänglich, forschungsorientierte Unternehmen und Institutionen zu unterstützen und zu fördern. "Dafür gibt es in der Stadt Wien zwei hervorragend agierende Förderagenturen: den Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds WWTF und das Zentrum für Innovation und Technologie ZIT."

Der WWTF habe es sich zur Aufgabe gemacht, den Forschungsstandort Wien als Stadt der Wissenschaft und Forschung zu stärken. "Dabei kommen effiziente Förderinstrumente wie Projektförderung und Stiftungsprofessuren zum Einsatz. Weiters geht es darum, Wiener Forschungseinrichtungen und -gruppen zu vernetzen, zu vergrößern und zu stärken", sagte Krotsch. "Die zweite große Forschungsförderagentur in der Stadt, das ZIT, ermöglicht direkte finanzielle Unterstützung für Unternehmen, die Bereitstellung technologiespezifischer Infrastruktur sowie flankierende Maßnahmen in allen Phasen des Innovationsprozesses."

Wichtiger Baustein der Wiener Technologie- und Innovationspolitik seien die jährlichen themenspezifischen Wiener Förderwettbewerbe. "Diese sogenannten "calls" sollen wissenschaftliche, besonders aber auch Projekte der betrieblichen Forschung und Entwicklung in Wien stärken", sagte Krotsch. "Der "Call Vienna Environment 2008" zeigt beispielsweise, dass Umweltschutz und Wirtschaftswachstum kein Widerspruch sind, ganz im Gegenteil - wir sind Umweltmusterstadt und dazu leisten gerade nachhaltige Technologien einen wesentlichen Beitrag. Über 40 Unternehmen haben innovative Projekte eingereicht. Die Stadt Wien fördert mit 1,5 Millionen Euro." In Umsetzung einer Empfehlung der Wiener FTI-Strategie habe der WWTF auch einen neuen Förderungsschwerpunkt "Informations- und Kommunikationstechnologie" eingerichtet.

Förderungen für Uni-Infrastruktur und Frauenprogramme

Wesentlich seien aber auch die Anstrengungen der Stadt Wien im universitären Bereich: "Zur gezielten Unterstützung der Wiener Unis hat die Stadt Wien vor zwei Jahren das Universitätsinfrastrukturprogramm ins Leben gerufen. Indem die Mehreinnahmen aus der Grundsteuer refundiert werden, wird den Unis die Anschaffung modernster Infrastruktur ermöglicht", sagte Krotsch. "Neben monetärer Förderung, Service und Beratung ist der Ausbau von modernster Forschungsinfrastruktur eine der tragenden Säulen wie beispielsweise am "Campus Vienna Biocenter St. Marx", Wiens größtem Biotechnologiestandort."

Besonders wichtig sei aber auch das Engagement der Finanz- und Wirtschaftsstadträtin, Frauen mit entsprechender Qualifizierung zu einem Karriereweg im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich zu motivieren, sie in allen Berufsbereichen zu fördern und gleiche Zugänge zu schaffen. "Das ist nicht nur gesellschaftspolitisch notwendig, sondern auch ökonomisch unverzichtbar", unterstrich Krotsch. Die Stadt Wien stelle hier ein vielfältiges und aufeinander abgestimmtes Förderinstrumentarium speziell für Frauen zur Verfügung, um den Frauenanteil in der Wiener Wirtschaft weiter zu steigern. "Seit fast 10 Jahren bietet der Wiener Wirtschaftsförderungs-fonds WWFF mit dem Frauenservice eine eigene Service- und Beratungsstelle für Gründerinnen und Jungunternehmerinnen."

Ein weiterer Schwerpunkt der Wirtschaftsförderung ziele darauf, den Anteil von Frauen in der betrieblichen Forschung zu steigern. "Das ZIT führte bereits zwei Förderwettbewerbe durch, bei denen ausschließlich solche Forschungsprojekte von Unternehmen gefördert wurden, die von Frauen geleitet oder unter wesentlicher Mitwirkung von Frauen durchgeführt wurden. Insgesamt konnten so 20 innovative Vorhaben mit zusammen rund 4 Millionen Euro gefördert werden. Mit diesen Förderwettbewerben nimmt Stadt Wien eine Vorreiterinnenrolle bei der Erschließung dieses Thema ein!"

"Allein dieser Überblick zeigt, dass die Förderung von Forschung und Innovation einen klaren Schwerpunkt in der Wiener Wirtschaftspolitik bildet", sagte Krotsch. "Es liegt uns ein Budget vor, das soziale Verantwortung widerspiegelt, das aber auch sehr gezielt Investitionen in Technologie und Forschung vorsieht, um den Wirtschaftsstandort Wien langfristig abzusichern!" (Schluss)

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