- 20.11.2008, 13:52:32
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WKÖ und Post bauen Post.Partner-System aus: durchschnittlich 40 % höhere Vergütungen
Aufwertung des Post.Partner-Modells: Bis zu 3.000 Euro Basis-Qualitätsvergütung und Übernahme der EDV-Kosten - Soll auch Anreiz für neue Partnerschaften sein

Wien (PWK879) - "Die Betriebe, die als Post.Partner tätig sind,
sind Teil einer guten Lösung, die nicht Gewinner und Verlierer kennt,
sondern eine Rundum-Gewinner-Situation ist. Postpartnerschaften
kommen den Konsumenten zu Gute, weil sie dank der Post.Partner vor
Ort nicht auf die üblichen Postdienstleistungen verzichten müssen.
Sie bringen den Post.Partnern zusätzliche Einnahmen und eine bessere
Kundenfrequenz, wo eine Steigerung um 10 bis 20 Prozent möglich ist.
Und last but not least ergibt sich die Möglichkeit für die Post,
angesichts des auf sie zukommenden Wettbewerbes schlanker, flexibler
zu agieren. "Es handelt sich um ein Partnerschafts-, kein
Schließungskonzept", hielt WKÖ-Präsident Christoph Leitl heute,
Donnerstag, fest.
Gemeinsam mit Post-Generaldirektor Anton Wais,
Post-Vorstanddirektor Herbert Götz und Handelsobmann Erich Lemler
stellte Leitl die neuen Vergütungen für die derzeit 211 Post.Partner
in ganz Österreich vor. "Demnach erhalten Post.Partner ab 2009 eine
Qualitätsprämie von bis zu 3.000 Euro pro Jahr. Darüber hinaus
übernimmt die Österreichische Post AG ab kommendem Jahr die
EDV-Kosten der Post.Partner in der Höhe von rund 800 Euro pro Jahr",
so Wais und Götz aus, und weiter: "Diese Vergütungen erfolgen
zusätzlich zu den bestehenden Provisionssätzen, z.B. 19 Cent pro
Annahme eines Briefes, 94 Cent für die Annahme und 70 Cent für die
Abgabe eines Paketes, die auch weiterhin jährlich der Inflationsrate
angepasst werden." Bei einem jährlichen Mehrumsatz mit
Post-Dienstleistungen von durchschnittlich 10.000 Euro pro
Post.Partner bedeuten diese Verbesserungen eine Erhöhung von im
Schnitt 40 Prozent.
"Den Löwenanteil an den Unternehmen, die derzeit
Post-Dienstleistungen anbieten, machen mit 49 Prozent kleine und
mittlere Handelsbetriebe (99) aus", hob Erich Lemler, Obmann der
Bundessparte Handel, hervor. Für alle Post.Partner-Betriebe, und da
geht die Bandbreite von Trafiken (15), Bäckereien (5) und Tankstellen
bis hin zu Reisebüros, stellen der fixe Betrag von 3.000 Euro
zusätzlich zur Verrechnung je abgewickeltem Poststück und die
Übernahme der EDV-Kosten durch die Post eine zukunftsweisende
Verbesserung dar: "Damit wird die Bewältigung der Aufgaben und
Leistungen, die allen in unserem Land zu Gute kommen, besser
abgegolten."
Die geringe Fluktuation bei Post.Partner-Betrieben kann als Beweis
dafür gelten, dass das System grosso modo funktioniert. Bei den
Kunden punkten die mehr als 200 Post.Partner in Österreich mit
gefragten Service-Dienstleistungen und Freundlichkeit. Das zeigen
Befragungen von Personen in Gebieten mit Post.Partnern in der
Umgebung: 81 Prozent der Befragten empfinden einen Post.Partner
gegenüber der Filiale als Vorteil oder sehen keinen Unterschied
gegenüber einer Filiale. Nahezu alle der Befragten erleben
Post.Partner als freundlich, rund 85 Prozent konstatieren:
"Post.Partner bieten die Dienstleistungen, die ich brauche." Mehr als
80 Prozent nutzen Angebot und Service von Post.Partnern, weil es für
sie bequem ist. Genutzt werden dabei vor allem grundlegende Angebote
wie Briefe aufgeben (70 Prozent), Inlandspakete aufgeben (46 Prozent)
und die Abholung von Postsendungen (26 Prozent).
Ziel der Post mit den neu gestalteten Vergütungen ist es aber
auch, neue Postpartnerschaften einzugehen: "Die Post bekennt sich zur
Aufrechterhaltung der flächendeckenden Versorgung mit
Postdienstleistungen. Wo unrentable Postfilialen geschlossen werden
müssen, soll es zum größtmöglichen 1:1-Austausch von Postfiliale zu
Post.Partner kommen", unterstrichen Generaldirektor Wais und
Vorstandsdirektor Götz.
Dass die Post.Partner in Österreich wesentlich zur Sicherung und
Stärkung der Nahversorgung beitragen, ist unbestritten. Und dass es
nicht immer die Post sein muss, die Briefe, Pakete oder ähnliches
bringt, sei in Europa durchaus nicht ungewöhnlich, hob WKÖ-Chef Leitl
hervor und zog in den Vergleich: In Deutschland etwa erfolgen
Post-Dienstleistungen schon länger überwiegend durch private
Dienstleister, nämlich zu rund 93 Prozent. In den Niederlanden
beträgt der Anteil der Privaten 85 Prozent. Hierzulande werden
derzeit 85 Prozent der Filialen von der Post und 15 Prozent von
Post.Partnern betrieben.
Mit Unterstützung der Wirtschaftskammer Österreich soll das Modell
des Post.Partner bis 2015 weiter ausgebaut werden. Präsident Leitl
und Handelsobmann Lemler betonten in dem Zusammenhang , dass viele,
vor allem kleine und mittlere Unternehmen, in Österreich zur
Übernahme von Postdienstleistungen bereit seien. (JR)
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Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich
Bundessparte Handel
Tel.: 05 90 900-3410
E-Mail: bsh@wko.at
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