FP-Herzog: "Soziale Nachhaltigkeit" - neue Säule im Wohnbau?

Wien, 20-11-2008 (fpd) - Stadtrat Ludwig proklamiere "soziale Nachhaltigkeit" als Richtlinie für die Vergabe von Wohnbauprojekten. Dies sei eine lobenswerte Absicht und dringende Notwendigkeit, denn von sozialer Nachhaltigkeit sei bisher im sozialen Wohnbau, besonders im Gemeindebau, wenig zu merken, so heute der Stadtrat der FPÖ Wien, Johann Herzog.

Eine erste Aufgabe unter diesem neuen Gesichtspunkt wäre etwa die Schaffung preisgünstiger Wohnhäuser. Dies bedeute, weg von der Schiene des geförderten Wohnbaus, vor allem durch Genossenschaften mit ihren durchaus undurchsichtigen Grundstückspreisen, wo nach einigen Preiskarussellen die künftigen Mieter die teure Suppe auslöffeln müssen.

Die FPÖ fordert im Sinne der sozialen Nachhaltigkeit, die Errichtung von 5000 neuen Gemeindewohnungen im Jahr, um wirklich sozial Bedürftigen preisgünstigen Wohnbau anbieten zu können, so Herzog, der weiter meint, dass das Schlagwort "soziale Nachhaltigkeit" gar nichts bedeute, wenn die Leistbarkeit des Wohnraums in Wien nicht mehr gegeben sei. Der ärgste Verstoß gegen soziale Nachhaltigkeit bestehe im Bruch des Versprechens an den Kategoriemieten im Gemeindebau festzuhalten. Stattdessen wurde als erster Schritt bei Neuvermietungen der Satz von 90 Prozent des Richtwertes als Miete festgesetzt. Ein klarer Schritt in Richtung unsoziale Nachhaltigkeit, kritisiert Herzog.

Auch bei der Vergabe selbst sei soziale Nachhaltigkeit durch das verstärkte Einschleusen von Nicht- und Neo-Österreichern in den Gemeindebau in keiner Weise gegeben. "Die steigenden Konflikte und die Notwendigkeit der Einschaltung von Mediatoren sprechen für sich", so Herzog abschließend. (Schluss) hn

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