Neues Konjunkturpaket stützt Kärntner Wirtschaft

LR Dobernig: 255 Mio. Euro-Paket von Land und Bund plus 30 bis 32 Mio. Euro für neue KWF-Richtlinien

Klagenfurt (LPD) - "Wir wollen Betriebe animieren, trotz der instabilen Wirtschaftslage zu investieren", sagte heute, Mittwoch, Finanzlandesrat Harald Dobernig im Rahmen der Pressekonferenz "Konjunkturpaket für Kärnten", die er, gemeinsam mit den Geschäftsführern des Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds (KWF), Erhard Juritsch und Hans Schönegger, sowie Michael Steiner vom Joanneum Research, abhielt. Im Vordergrund der Pressekonferenz stand das aktuelle Konjunkturpaket für Kärnten, das die heimische Wirtschaft mit gezielten und gebündelten Maßnahmen stützen soll.

Für die Konjunkturbelebung kündigte Dobernig ein Budget im Ausmaß von 255 Millionen Euro, verteilt auf die nächsten fünf Jahre, an. Darin enthalten sind 100 Mio. Euro an ERP-Krediten, 100 Mio. Euro an Haftungen, je 25 Mio. Euro verlorene Zuschüsse von Bund und Land sowie fünf Mio. Euro Mikrokredithaftungen. Dieses Konjunkturpaket für Kärnten wurde noch vom verstorbenen Landeshauptmann Jörg Haider mit Minister Martin Bartenstein ausverhandelt.

Ergänzend wurden auf Initiative des Finanzreferenten neue KWF-Richtlinien für wirtschaftsfördernde Maßnahmen ausgearbeitet. Diese sind mit 30 bis 32 Mio. Euro für die Jahre 2009 und 2010 dotiert. "Gerade in Phasen des schwächeren Wachstums bieten sich Möglichkeiten für Innovationen und neue Ideen sowie zur Erschließung neuer Märkte", so Dobernig.

Hans Schönegger und Erhard Juritsch erläuterten die neuen Förderrichtlinien im Detail. Durch die Gewährung eines "Konjunkturbonus", der dem EU-Wettbewerbsrecht entspräche, sollen dynamische Gewerbe, wie Industrie und Tourismus, unterstützt werden. Die Förderung von investitionsbezogenen Lohnkosten werde aufgrund einer neuen EU-Rechtsgrundlage, die es erst seit einem Monat gäbe, künftig ermöglicht. Diese Maßnahmen sollen ein "unternehmerfreundlicheres Abwickeln" ermöglichen. Künftig gäbe es eine Arbeitsplatzprämie für Kleinstunternehmen und für größere Betriebe ab mindestens zehn prozentiger Erhöhung der Mitarbeiterzahl. Eine Qualitätsoffensive für die Tourismus-Mittelklasse soll einen Investitionsschub bei Zwei- und Dreistern-Betrieben auslösen. "Wir wollen das gesamte Outlet sanieren, um so qualitativ hochwertige Betriebe zu schaffen", so Juritsch.

Zusätzlich stellte Dobernig das Konjunkturpaket der Bundesregierung für die Österreichische Wirtschaft dar. Dieses sieht einen zusätzlichen Haftungsrahmen von bis zu 400 Mio. Euro pro Jahr vor. Der Kreditrahmen für zinsgünstige ERP-Kredite wird um 200 Mio. Euro pro Jahr erweitert. Pro Klein- und Mittelunternehmen können Mikrokredite in Höhe von 10.000 bis 30.000 Euro vergeben werden. Dies ist erstmals nicht nur für Investitionen, sondern auch für Betriebsmittel möglich. Weiters wurde ein Mittelstandsfonds in Höhe von 80 Mio. Euro für Eigenkapitalfinanzierungen und Wachstumsprojekte geschaffen. Ein weiterer Punkt des Konjunkturpakets sieht 100 Mio. Euro für Darlehen für Projekte im Bereich der Energie und Energieeffizienz vor. Dies soll dem Wohnbau sowie Wirtschaftsbetrieben zu Gute kommen. "Dieses Paket bietet eine sinnvolle Hilfestellung für Betriebe, in Ergänzung zu unseren eigenen Maßnahmen", sagte der Finanzreferent.

In Kärnten werde 2009 die Zahl der Beschäftigten auf dem hohen Niveau von 2008 stagnieren, eventuell wäre sogar ein kleines Plus möglich, prognostizierte Michael Steiner vom Joanneum Research. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Kärntner Landesregierung
Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
http://www.ktn.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NKL0003