Scheele: Europäische Gesundheitsdaten endlich vergleichbar

Neue Verordnung schafft Basis für EU-weite seriöse Gesundheitsstatistik

Wien (SK) - Ziel der heute im Europäischen Parlament abgestimmten Einigung zwischen Kommission, Rat und Parlament über Gemeinschaftsstatistiken zu öffentlicher Gesundheit, Gesundheitsschutz und Sicherheit am Arbeitsplatz ist die erstmalige Schaffung eines Rechtsrahmens für die Erstellung von Statistiken in den beiden genannten Bereichen. Bisher lieferten die Mitgliedstaaten zwar ebenfalls Datenmaterialien über Gesundheitszustand und -versorgung, Todesursachen, Arbeitsunfälle sowie Berufskrankheiten und andere arbeitsbedingte Gesundheitsschäden. Das Problem für seriöse und aussagekräftige Statistiken war aber, dass das Datenmaterial in keiner Weise miteinander vergleichbar war. ****

Für die Berichterstatterin, die SPÖ-Europaabgeordnete Karin Scheele, ist die heutige positive Abstimmung daher ein wichtiger Schritt für eine statistische Basis für die Gesundheitsprogramme der Europäischen Union: "Die Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit und das gemeinschaftliche Ziel, hohe Qualitätsansprüche im Gesundheitssystem zu garantieren, sowie die Sicherung einer langfristig finanzierbaren Gesundheitsversorgung bedürfen eines aussagekräftigen statistischen Datenmaterials."

Der Datenschutz war von Beginn an ein überaus wichtiges Anliegen. "Bei der Erhebung und Weiterverarbeitung von Daten - speziell im Gesundheitsbereich - stellen der Datenschutz und die nicht mögliche Rückverfolgung auf die einzelnen Personen einen zentralen Aspekt dar", so die SPÖ-Delegationsleiterin im Europäischen Parlament Scheele. Die Vertraulichkeit des Europäischen Statistischen Systems ist durch eine Vielzahl von Verordnungen gesichert. Zudem wird durch den Verhaltenskodex für Europäische Statistiken die "statistische Vertraulichkeit" als eines der obersten Prinzipien genannt.

Für die Berichterstatterin und Mitglied im Umweltausschuss Karin Scheele ist daher die neue Verordnung "ein unabdingbarer Beitrag zur gemeinschaftlichen Erfassung und Verwertung von gesundheitsbezogenen Daten und zur Vorlage aussagekräftiger Statistiken über öffentliche Gesundheit und über Gesundheitsschutz und Sicherheit am Arbeitsplatz."

"Wesentliche Aspekte wie Datenschutz oder die Finanzierung sind abgedeckt. Die Zielsetzung des Entwurfes ist schlüssig und steht in Verbindung mit verschiedenen Bestrebungen der Gemeinschaft im Gesundheits- bzw. Sozialbereich", so die niederösterreichische Europaabgeordnete abschließend. (Schluss) sl/mm

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