Zu wenig Akademiker: Höchste Zeit, die sozialen Hürden beim Bildungszugang zu beseitigen

Linz (OTS) - Die universitäre Ausbildung in Österreich schneidet im internationalen Vergleich sehr schlecht ab. Die Studienabschlussquote liegt laut einer aktuellen Studie nur bei 20 Prozent. Noch alarmierender ist die Situation in Oberösterreich. "Höchste Zeit, die sozialen Barrieren beim Zugang zur Bildung zu beseitigen", so AK-Präsident Johann Kalliauer.

Die Studienabschlussquote liegt in Österreich mit 20 Prozent deutlich unter dem OECD-Schnitt von 37 Prozent. "In allen internationalen Vergleichen schneidet Österreich schlecht ab. Noch dramatischer ist für mich aber der Blick auf Oberösterreich", schlägt AK-Präsident Johann Kalliauer Alarm.

So liegt der Anteil der Studierenden in Oberösterreich bei nur 22,4 Prozent eines Jahrgangs. Im Bundesdurchschnitt beträgt die Studierendenquote immerhin 27,1 Prozent. Der Trend setzt sich auch bei den Studienanfängern/-innen fort. Auch hier liegt Oberösterreich deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein/e Jugendliche/r aus Wien ein Studium aufnimmt, ist um 52 Prozent höher als bei einer/m Jugendlichen aus Oberösterreich.

"Die Folge ist, dass Jugendliche aus Oberösterreich wesentlich geringere Chancen auf Berufe mit höherem Einkommen haben", kritisiert Kalliauer. Dem Wirtschaftsraum Oberösterreich fehlen damit ausgebildete Fachkräfte auf höchstem Niveau.

Als Ursache ortet die OECD die mangelnde Chancengleichheit beim Zugang zu Bildung bzw. eine starke soziale Selektion im gesamten Bildungssystem. Für AK-Präsident Kalliauer liegen die Konsequenzen daher auf der Hand: "Nur durch eine bestmögliche Förderung aller Kinder, eine früh beginnende individuelle Förderung, den Abbau von Hürden beim Zugang zu höherer Bildung und ein entsprechend ausgeweitetes Angebot an höheren Schulen kann es gelingen, den Anschluss an die internationale Bildung zu schaffen."

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