GPA-djp-Proyer: Probleme der Telekom-Branche nicht am Rücken der Beschäftigten austragen

KV-Abschluss für alternative Anbieter wichtiges Signal

Wien (GPA-djp/ÖGB) - "Es ist völlig inakzeptabel, dass die Probleme bei der österreichischen Telekommunikationsbranche, die nicht von den Beschäftigten verursacht wurden, nun offenbar vor allem auf deren Rücken ausgetragen werden", erklärt der stv. Bundesgeschäftsführer der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp), Karl Proyer.

Noch vor einigen Jahren galt die Telekombranche als großer Hoffnungsträger für zukünftige Beschäftigungschancen, nun drohen abermals Kündigungen, und zahlreiche Arbeitsplatzverluste stehen nunmehr im Raum. Die Beschäftigten sollen jetzt für das Managementversagen und eine offenbar völlig fehlgeschlagene Wettbewerbspolitik die Verantwortung tragen.

"Die Verweigerung eines vernünftigen Kollektivvertragsabschlusses für die Telekom-Austria- und Mobilkom-Beschäftigten sind in unseren Augen eine weitere völlig inadäquate Antworten auf die Probleme. Daher unterstützt die GPA-djp im Vorfeld der heutigen Betriebsrätekonferenz die Anliegen der Telekom-Austria- und Mobilkom-Beschäftigten bei ihren Kollektivvertragsverhandlungen für einen ordentlichen Lohn- und Gehaltsabschluss", so Proyer.

Für die etwa 5.000 Beschäftigten der alternativen Telekomanbieter konnte jüngst mit einer Gehaltssteigerung von 3,6 Prozent ein akzeptabler Abschluss getätigt werden. "Der Kollektivvertragsabschluss für die Beschäftigten der alternativen Telekomanbieter hat gezeigt, dass es trotz schwieriger Rahmenbedingungen möglich ist, einen verantwortungsvollen Interessensausgleich zustande zu bringen", so Proyer abschließend.

ÖGB, 19. November 2008 Nr. 677

Rückfragen & Kontakt:

GPA-djp
Mag. Martin Panholzer
Tel.: 05 0301-21511
Mobil: 05 0301-61511
E-Mail: martin.panholzer@gpa-djp.at
http://www.gpa-djp.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0003