Rasche Umsetzung der Bildungsreform notwendig

AKNÖ-Diskussion über notwendige Veränderungen im Schulsystem

Wien (AKNÖ) - Auf Einladung der NÖ Arbeiterkammer standen Bestsellerautor Andreas Salcher, Uni-Professor Johann Bacher und AK-Experte Andreas Kastner den Schülern und Schülerinnen der HAK St. Pölten Rede und Antwort. Diskutiert wurde über das Schulsystem und welche Verbesserungen notwendig sind. Sowohl die Schüler und Schülerinnen, als auch die Experten waren sich einig: die Schule von heute geht nicht auf Talente der Jugendlichen ein, unterstreicht Ungleichheiten und ist für die Anforderungen der Zukunft nicht gerüstet.

"Wir lernen nur für Tests und müssen zu viel Stoff in zu kurzer Zeit aufsaugen. Da bleibt dann einfach alles im Kurzzeitgedächtnis hängen", klagte Sarah Prchal, Schülerin an der HAK St. Pölten, über ihre Schulsituation. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Christoph Gravogl präsentierte sie die Schülersicht auf das Bildungssystem.

Aufmerksame Zuhörer waren Bestsellerautor Andreas Salcher, Uni-Professor Johann Bacher, AK-Experte Andreas Kastner, AKNÖ-Vizepräsident Hermann Haneder und AKNÖ-Direktor Helmut Guth. Andreas Salcher ist der Meinung, dass alle Kinder gerne und viel lernen. "Aber unser Schulsystem versucht immer den schwächsten Punkt der Schüler zu entdecken. Es müssen die Talente gefördert werden", sagte Salcher und forderte, dass die Schule der Zukunft wieder die natürliche Freude am Lernen vermittelt.

Johann Bacher von der Universität Linz zeigte eindrucksvoll auf, dass die Chancen zum Bildungszugang ungleich verteilt sind. Vor allem Kinder aus sozial schwächeren Familien, mit Migrationshintergrund und aus ländlicheren Gebieten sind benachteiligt. Und das österreichische Schulsystem schafft es nicht ausreichend, diese ungleichen Startbedingungen auszugleichen.
Andreas Kastner von der AK Wien hielt die drei zentralen Forderungen der AK im Bereich der Schulreform fest: "Massiver Ausbau der frühkindlichen Förderung, gemeinsame Schule und mehr Demokratie in die Schulen! Nur so kann die Schule für die Anforderungen der Zukunft gerüstet werden."

Bei der anschließenden Publikumsdiskussion stellten die Schüler und Schülerinnen noch viele Fragen an die anwesenden Experten. Einig waren sich aber die Jugendlichen und die Erwachsenen: Es müssen Veränderungen im Schulsystem vorgenommen werden.

AKNÖ-Direktor Guth stellte abschließend fest: "Das Schulsystem darf nicht durch Bürokratie Ungleichheit fördern und Talente brach liegen lassen. Entscheidend ist ein Schulmodell, das eine bestmögliche Entfaltungsmöglichkeit für die Schüler und Schülerinnen anbietet -ohne Differenzierung. Es ist Zeit für eine rasche Umsetzung der Bildungsreform."

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